Mehr als 120 Besucher Lob für Wohnzimmerkonzert im Jugendzentrum Haren

Von Ann-Christin Fischer

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Haren. Mit einem Glühwein und Plätzchen ausgestattet, haben es sich die Besucher des ersten Wohnzimmerkonzerts im Harener Jugendzentrum gemütlich gemacht. Der Besuch war mit mehr als 120 Gästen größer als von den Veranstaltern erwartet.

Der Verein Klangkultur Emsland hatte den Jugendtreff innerhalb von zwei Tagen in ein echtes Wohnzimmer verwandelt, inklusive Stehlampen, Decken, Kissen, Teppichen, kleinen Tischen und natürlich vielen Sofas und Kerzen. In einer Ecke bauten die Verantwortlichen eine Bühne auf, auf der anderen Seite verkauften sie warmen Glühwein, Kakao und andere Getränke.

„Wir hatten eigentlich nur mit 50 Leuten gerechnet, aber jetzt werden es immer mehr“, sagte Caroline Pupelis kurz vor Beginn der Veranstaltung. Nur wenige Minuten später stieg die Zahl auf 120 – und die erste Band, The Bright Nights, stiegen auf die Bühne. Eingehüllt in schummriges Licht und den Kakaoduft in der Nase, spielten sie verschiedene Songs, eine Mischung aus verträumtem Indie Rock und verspielten Synthpop.

Kekse sind der Renner

Die Zuhörer kuschelten sich in die Sofas, die rund um die Bühne verteilt standen und griffen ab und zu in die verschiedenen Kekssorten, die der Verein Klangkultur im ganzen Raum verteilte. „Wir selbst und unsere Freunde und Familien haben alles gebacken und viele Bekannte und Harener Geschäftsleute haben uns geholfen, das Inventar und Material zu organisieren“, erzählte Kristin Hüsers. Sie war eine der Haupt-Organisatorinnen, zusammen mit Caroline Pupelis, Kathrin Nehus, Karoline Heller, Rike Hölscher und Isabell Hüsers. Alle engagieren sich im Verein Klangkultur.

Bei einem Zusammentreffen in Osnabrück überlegten sie, was der Verein nach dem erfolgreichen Neon Fields-Festival auf die Beine stellen könnte. In Osnabrück gab es bereits einige Wohnzimmerkonzerte, also verlegten sie das Spektakel kurzerhand ins Emsland. Vom befreundeten Verein RüRo gab es die Garderobe gesponsert, das Jugendzentrum stellte einen Tannenbaum, Deko und Sofas zur Verfügung. Gastronomen liehen ihre Gläser und Becher aus und jeder fragte seine Eltern, was sie für diesen Abend entbehren könnten. Alte Schätzchen wie Stehlampen, eine Kasse, Schüsseln und Einkocher wurden mit mehreren Autos zum Jugendzentrum gefahren.

Und nicht nur die Haupt-Organisatorinnen bauten auf. Einige Männer des Vereins kümmerten sich vor allem um den Aufbau der technischen Geräte, damit die Musik am Abend nicht zu kurz kommt.

Einzigartige Stimme

Nach ein paar Liedern von The Bright Nights stand Chris Brooks mit seiner Band Lupin vor dem Publikum. Ruhige Klänge und eine einzigartige Stimme verzauberten die Besucher. Die beiden emsländischen Künstler Niklas Keiser von Razz und Martin „Mücke“ Krüssel, ehemals EL*KE, kombinierten ihre Talente und die Zuschauer dankten ihnen mit einem langen Applaus. Ein weniger ruhiger wurde es bei Free Man: Soul, Rock und Reggae vermischten sich an diesem Abend und boten einen tollen Auftritt.

„Toll“, „Eine coole Idee“ und „Haben die super organisiert“, hieß es von allen Seiten. Jeder wusste sofort, wen er hier im Raum loben muss, denn die Mitglieder von Klagkultur waren alle an ihren bunten Weihnachtspullovern zu erkennen.


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