Volles Kirchenhaus Kolpingkapelle Haren und Musikus-Kids begeistern bei Konzert

Von Jan Grothe

Meine Nachrichten

Um das Thema Haren Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Haren. Am vergangenen dritten Adventssonntag war es wieder soweit: Die Frauen und Männer der Kolpingkapelle Haren gaben ihr alljährliches Weihnachtskonzert in der voll besetzten Harener St.-Martinus-Kirche.

„Die Resonanz war überwältigend. Wir haben eigentlich in jedem Jahr die Kirche voll. Aber heute waren ebenfalls die Seitenschiffe komplett besetzt und ich konnte sehen, dass auch unter dem Orgelboden noch rund 20 Personen standen“, sagte Heinz Pieper, Vorsitzender der Kolpingkapelle Haren, stolz. Unter der Führung von Dirigent Wilfried Krüger begeisterten die Musiker ihr Publikum. Auch Pastor Günter Bültel war da und freute sich auf das Konzert.

Der enorme Andrang der Zuschauer lag vielleicht auch an den Kindern vom Projekt Musikus, die an diesem Abend ihren ersten großen Auftritt haben. Die Nachwuchsmusiker der Harener Kolpingkapelle im Alter von zehn bis 13 Jahren stellten zu Beginn des Konzerts ihr Talent unter Beweis. Das brachte nicht nur die Smartphones im Publikum zum Leuchten, die den Auftritt als Video festhielten, sondern auch die Augen der stolzen Eltern und Geschwister. Mit tosendem Applaus belohnten sie das kleine Einstiegskonzert der jungen Musiker.

Regelmäßig geprobt

„Wir haben die Kinder seit ungefähr sechs Wochen auf den Auftritt vorbereitet“, sagte Pieper. Das Projekt Musikus war im Jahr 2008 ins Leben gerufen worden. „Es werden Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren an den verschiedenen Instrumenten ausgebildet“, erklärte der Vorsitzende. Die Proben finden einmal pro Woche im Vereinshaus statt, geleitet von erfahrenen Musikern aus der Kolpingkapelle.

Letztere wurde in diesem Jahr ohne die Moderation von Holger Cosse begleitet, der an diesem Tag verhindert war. „Dadurch hatten wir die Gelegenheit, einfach mal die Musik erzählen zu lassen“, sagte Pieper. Und das funktionierte. Mit dem modernen Evergreen „You raise me up“ gelang dem Orchester ein passender Einstieg, der das Publikum in besinnliche Stimmung versetzte. Schon oft wurde das Lied vom norwegischen Komponisten Rolf Lovland von verschiedenen Künstlern interpretiert, doch vielleicht noch nie so raumerfüllend wie durch das ergreifende Zusammenspiel der Kolpingkapelle.

Perfektes Zusammenspiel

Es folgten Stücke wie die beliebten Orchestermelodien „Highland Cathedral“ oder auch „Julia“, bei dem sich die Solotrompeter präsentieren konnten. Die monatelangen Proben zahlten sich aus. Die Holz- und Blechblasgruppen stimmten sich hervorragend aufeinander ab. Und mit den sanften Klängen von Klarinette und Querflöte verbreiteten sie zugleich eine stimmungsvolle sowie vorweihnachtliche Atmosphäre.

Den vielen Kindern im Publikum mochten Stücke bekannt vorgekommen sein, wie der „Tabaluga“-Klassiker „Nessaja“ von Peter Maffay. Dieser wurde vom Blasorchesterklang ebenso perfekt vorgeführt wie die bekannten Weihnachtslieder „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ oder auch „Jingle Bells“.

Das melodische Weihnachtslieder-Medley „Christmas Bells“ mit dem Thema Glocken hatte Roland Kernen arrangiert. Mit den bekannten Klängen des „Little Drummer Boy“ fand das Konzert schließlich seinen musikalischen Höhepunkt. Die Geschichte des kleinen Trommlers performten die Schlagzeuger der Kolpingkapelle hervorragend.

Weiterlesen: So war das Konzert der Kolpingkapelle 2014 und so 2010

Zum Abschluss gab es verdiente stehende Ovationen und minutenlangen Beifall für die Kolpingkapelle Haren sowie Dirigent Wilfried Krüger, der mit „Stille Nacht“ einen Klassiker als Zugabe nachlegte. Dann baten sie erneut die Mädchen und Jungen vom Projekt Musikus auf die Bühne, damit sie noch einmal den Beifall genießen konnten. „Das Lampenfieber bei den Kindern war sehr groß, aber im Endeffekt hat alles sehr gut geklappt“, freute sich Bernd Pieper.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN