Kirchenvorstand besucht Friedhof Friedhofskreuz in Haren-Wesuwe wieder am alten Platz

Von Ann-Christin Fischer


Haren. Fast ein Jahr lang hat es gedauert, jetzt ist das Friedhofskreuz in Wesuwe wieder an seinem alten Platz. 143 Jahre ist das Sandsteinkreuz alt, und das konnte man vor der Renovierung auch deutlich sehen. Verblasste Farbe, kleine Risse und Rost machten es nicht gerade zu einem Hingucker.

Nach dem Abschleifen und Säubern kam bei den Renovierungsarbeiten heraus, dass das Oberteil gebrochen war. „Durch Zusatzmaßnahmen wurde es stabilisiert, diese Kosten hat der Friedhof allein getragen“, erklärt Wilhelm Engelken vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Clemens Wesuwe bei einem Ortstermin mit Mitgliedern des Kirchenvorstandes und der örtlichen Ratsherren.

Nachdem der Riss behoben wurde, folgten eine Imprägnierung und das Austauschen von Eisenrahmen, jetzt soll es nicht mehr rosten. „Es ist gut gelungen“, sagt Engelken und lässt es sich nicht nehmen, auch der Stadt Haren Danke zu sagen für die unbürokratische Zusammenarbeit und die Übernahme der Hälfte der Kosten.

Schon jetzt sieht der Friedhof in Wesuwe viel besser aus ¬, doch der Kirchenvorstand hat noch mehr vor. 2010 wurde eine Neugestaltung des gesamten Friedhofgeländes beschlossen, teilweise ist dies schon gelungen, zum Beispiel mit der Erneuerung des Kreuzes. Aber: „Der Plan sieht auch eine Umwandlung zur parkähnlichen Ruhestätte vor“, so Bernd Fährrolfes vom Kirchenvorstand. Im Moment sind die Sitzgelegenheiten noch sehr versteckt, das soll sich ändern: Mit fünf neuen Parkbänken, die direkt am Hauptweg stehen und Ruhe verschaffen.

Die Mauer an der Schulseite soll nach Wunsch der Vorstandsmitglieder mit einem Doppelstegzaun versehen werden, damit auch außerhalb der Ferien mehr Stille auf dem Friedhof einkehrt. Hier stünden aber noch Gespräche mit der Stadt aus.

Am wichtigsten sei den Bürgern und Bürgerinnen aber der Neubau der Leichenhalle. Der Kirchenvorstand sieht in einer Renovierung verschwendetes Kapital. „Wir brauchen vor allem eine Kühlung und mehrere Aufbewahrungsstätten. So können wir in den nächsten Jahrzehnten der angemessenen Trauerbewältigung auf dem Friedhof nicht gerecht werden“, sind sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes einig und hoffen ebenso auf Zustimmung seitens der Stadt Haren. Stadtbaurat Henrik Brinker möchte sich um eine Lösung bemühen: „Wir werden unsere Gespräche noch vertiefen, ich kann hier und jetzt aber nichts versprechen.“