Sanierung für 20 Millionen Euro Haren: Großbaustelle auf der A 31 im Zeitplan

Von Hermann-Josef Mammes


Lathen/Haren. Bis März 2016 müssen die Verkehrsteilnehmer zwischen Haren und Lathen noch mit Behinderungen rechnen und können nur jeweils zwei der vier Spuren befahren. Auf einer Strecke von rund zehn Kilometern wird die Fahrbahndecke erneuert. „Bis jetzt liegen wir voll im Zeitplan“, sagte Diplom-Ingenieurin Anke Schnitker, Leiterin der Autobahnmeisterei Lathen.

Die Gesamtkosten beziffert sie im Gespräch mit unserer Zeitung auf „rund 20 Millionen Euro“. Dabei würden für den reinen Straßenbau auf der A 31 14,4 Millionen Euro anfallen. Der Autobahnabschnitt wurde im Jahr 1993 freigegeben. Nach Angaben der Autobahnmeisterei „gehen die Grundsanierungen der A 31 in den kommenden Jahren in Richtung Süden weiter“.

Hier lesen Sie die Geschichte der Emslandautobahn

Die aktuellen Bauarbeiten an der Fahrbahndecke sind gerade in Richtung Norden abgeschossen worden. Jetzt wird der Verkehr jeweils einspurig in jede Fahrtrichtung über die neu asphaltierte Trasse geleitet. Die Firma Johann Bunte Papenburg startet im Gegenzug mit der Erneuerung der zehn Kilometer langen Strecke zwischen den Anschlussstellen Lathen und Haren in Richtung Süden.

Zwischen 4500 und 5000 Tonnen kann die Firma dort täglich verarbeiten. Während der Asphaltierarbeiten sind am Tag 40 bis 50 Lastzüge im Umlauf, die drei- bis viermal die firmeneigenen Mischwerke in Papenburg, Haren oder Schüttorf anfahren, um später das kochend heiße Material in den Schlund des Asphaltierers zu kippen. „Die Asphaltierungsarbeiten sollen bis November abgeschlossen werden“, so die Leiterin der Autobahnmeisterei. Danach stünden jedoch weiterre wichtige Maßnahmen an.

So nehmen u.a. Mitarbeiter der Firma ABV aus Neumünster 14 Durchlässe und Brückenbauwerke auf der Trasse unter die Lupe und führen umfassende Unterhaltungsarbeiten durch. Darüber hinaus müssen noch die Mittelschutzplanken zwischen den beiden Fahrtrichtungen ausgetauscht werden. „Wir lassen hier moderne Super Rail- Schutzplanken aufstellen“, fügt Schnitker hinzu. Dadurch werde speziell sichergestellt, dass bei Unfällen Lastwagen die Mittelleitplanke nicht mehr durchbrechen und auf die Gegenfahrbahn gelangen können.

Während zurzeit die Anschlussstellen Haren und Lathen für beide Richtungen offen stehen, werde es in der Zeit vom 12. bis 27. August für Haren in südlicher Richtung eine Sperrung geben. In Richtung Norden können die Verkehrsteilnehmer weiterhin in Haren auf die Autobahn auffahren. Eine weitere zweiwöchige einseitige Sperrung erfolge im Herbst auch für die Anschlussstelle Lathen in Richtung Süden.

Schnitker rechnet auch in den kommenden Wochen und Monaten bis zur Freigabe im März 2016 wieder mit Staus und Behinderungen. Auch in den vergangenen Wochen habe es bereits zahlreiche Staus auf der Strecke gegeben. Neben den Bauarbeiten hätten auch die Reiseverkehre dazu beigetragen. So gingen gerade erst die Schulferien in Nordrhein-Westfalen zu Ende.


Pro Tag 20000 Fahrzeuge: Mit 23 Mitarbeitern ist Anke Schnitker für die 70 Kilometer lange Trasse der Emslandautobahn (A 31) von Papenburg bis Wietmarschen zuständig. „Wir haben auch nachts und an den Wochenenden eine Rufbereitschaft, damit wir bei Unfällen und Glatteis sofort reagieren können“, sagtsie Täglich sind rund 20 000 Fahrzeuge auf der Emslandautobahn unterwegs. Auch wenn dieses Verkehrsaufkommen im Vergleich zu vielen anderen deutschen Autobahnen gering ist, berge die Arbeit auf der Straße auch für die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Lathen durchaus Gefahren. „Auf der A 31 werden oft deutlich höhere Geschwindigkeiten gefahren als auf anderen Autobahnen“, sagt Schnitker.