Klangkultur in Neonfarben Haren freut sich auf das Neon Fields Festival 2015

Sorgen mit ihren Mitstreitern für Elektrosound vom Feinsten: Julian Geering (v.l.), Björn Wösten und Heiner Schnelte. Foto: Tobias BöckermannSorgen mit ihren Mitstreitern für Elektrosound vom Feinsten: Julian Geering (v.l.), Björn Wösten und Heiner Schnelte. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Am 14. und 15. August verwandelt sich Haren in ein musikalisch buntes Mekka des Elektropop: Der Verein „Klangkultur Emsland“ hat ein zweitägiges Festival auf die Beine gestellt. Musikfans dürfen gespannt sein auf Bands wie HVOB, Rangleklods oder Occupanther. Der Name des Festivals ist irgendwie auch Programm: Neon Fields.

Und das nicht nur wegen der außergewöhnlichen Atmosphäre, die die allesamt aus dem Emsland verbundenen Organisatoren an zwei Spätsommertagen und vor allem Spätsommerabenden schaffen wollen. Für den Vorsitzenden des vor einem Jahr gegründeten Vereins, Julian Geering, und die zweiten und dritten Vorsitzenden Heiner Schnelte und Björn Wösten geht es um ein Gesamtpaket, das zwar mit der Musikauswahl steht und fällt, aber auch beim Drumherum bestehen muss.

Indie, Pop und Electronica charakterisieren die wichtigsten Musikrichtungen der 14 Bands. Fast alle sind entweder jung und neu oder zumindest in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Und doch bürgen sie für musikalische Qualität, „viele haben gerade erste Verträge bei großen Plattenlabels unterschrieben“, sagt Björn Wösten, der für das Booking, also die Bandauswahl, verantwortlich ist und das in Berlin auch hauptberuflich macht.

Alles ehrenamtlich

In Haren läuft alles ehrenamtlich, der Verein Klangkultur Emsland will kein Geld verdienen, sondern Kultur in der Region installieren und fördern. So wollen die rund 50 Mitglieder dazu beitragen, dass das Emsland auch für junge Menschen attraktiv bleibt oder attraktiver wird. Eigeninteresse ist bei vielen auch dabei: Sie studieren derzeit auswärts, wollen aber vielleicht später ins Emsland zurückkehren. Ein wenig Kultur nach ihrem Gusto kann da nicht schaden, also kümmern sie sich selbst darum.

Nun also soll das erste Neon Fields Festival den Veranstaltungsort, für den noch letzte Details geklärt werden und der später bekannt gegeben wird, zwei Tage lang in eine musikalische Wohlfühllounge in einem Ambiente aus Licht und Farben verwandeln. Der Schwerpunkt liegt auf elektronischem Pop – „Bands wie HVOB , Rangleklods oder Say Yes Dog mischen mit Synthesizern und Samplern geformte Rhythmen des Hip-Hop und Techno mit der Songstruktur des Pop.

Die Musik bewegt sich zwischen ruhig und melancholisch bis zu tanzbar und temperamentvoll, Bands wie Still Parade oder Town of Saints mit ihrer Folk-Musik stehen ebenfalls auf der Setlist.

Wer möchte, kann am Festival-Wochenende campen und Workshops in Siebdruck, Batiken, Makramee, Yoga oder Graffiti besuchen. Der Theater-Verein Lampenfieber veranstaltet einen Jahrmarkt der Kuriositäten. Das Ganze kostet 19 Euro für zwei Tage – der niedrige Preis ist nur mithilfe vieler Harener Sponsoren möglich, Dank gilt der Stadt Haren für die Unterstützung.

„Wir hoffen, dass wir mit unserem Angebot überzeugen können“, sagt Julian Geering. Der Vorverkauf ausschließlich über www.neonfields.me läuft jedenfalls schon sehr gut, und das auch überregional. Die Anzahl der Tickets ist begrenzt. Die Erlöse des Festivals werden zum Teil für weitere Kulturveranstaltungen des Klangkultur Emsland e.V. verwendet oder projektorientiert in der Region gespendet. Und natürlich wünschen sich die Klangkulturisten nach Möglichkeit ein zweites Neon Fields Festival im kommenden Jahr.


Das Line-Up des ersten Neon Fields Festivals in Haren:

HVOB (AT): Electronic-Newcomer aus Wien. Intelligent, treibend, melodisch.

Rangleklods (DK): Kopenhagen, Debüt 2012, Neues Album

COMA (D): Die Kölner sorgen seit 2007 für Furore.

Say Yes Dog (D): Multinationales Trio mit tanzbaren Synthie-Klängen

Xul Zolar (D): zwischen elektronischer Klangästhetik und astreiner Popkomposition

Occupanther (D): Seit 2014 ist Jazzstudent Martin Brugger als Occupanther unterwegs. Zwischen Bassdrum, Jazz und Pop

Still Parade (D): ausgefallen schöner Elektro-Folk.

Leyya (AT): Spärisch, fließend, stark, impulsiv.

Bergfilm (D): Progressive, elektronisch angehauchte Pop-Perlen.

St. Tropez (NL): Vier Jungs aus Amsterdam.

Town of Saints (NL): Folk-Sound und Indierock aus Groningen.

Joco (D): Josepha und Cosima aus Hamburg. Zweistimmige Klangwelt.

Giant Rooks (D): Blutjunge Hamburger, heimische Überflieger.

Mr. Bukit (NL): Seit 2014 international im Focus. Derzeit auf Festivaltour.

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