3,5 Millionen Euro-Investition 2016 Camping für Anspruchsvolle in Haren-Fehndorf

Von Tobias Böckermann


Haren. Im Frühjahr 2016 soll in Fehndorf einer der modernsten Campingplätze Deutschlands eröffnen: Zielgruppe sind Besitzer von Wohnmobilen und Wohnwagen, die Komfort und gepflegtes Ambiente schätzen. Der Fehndorfer Thorsten Gerke investiert rund 3,5 Millionen Euro.

Das hat der Unternehmer etwa 30 Mitgliedern der Harener CDU berichtet, die, organisiert von Ingo Broens und Arnold Terborg von den Ortsverbänden Fehndorf und Rütenbrock, die Anlage besichtigt haben. Die Bewirtung übernahm die KfD Fehndorf.

Und die ist nicht nur im Bau, sondern auch in Teilen weit gediehen: Rund 30 Holzhäuser stehen bereits bunt bemalt in Reih und Glied. Wohnmobilfahrer können sie ab 2016 mieten, ihr Gefährt direkt daneben parken und dann die Annehmlichkeiten eines eigenen Bades und eines großen Bettes genießen. Wer will, bekommt sogar einen Whirlpool auf die Terrasse.

„Die Nachfrage nach hochwertigen Campingplätzen wächst“, weiß Gerke . Pro Jahr werden demnach 25000 neue Wohnmobile allein in Deutschland zugelassen, zu einem Durchschnittspreis von 65000 Euro. Die Käufer sind Mitte 50 bis Anfang 60 und sozusagen aus dem Gröbsten raus. „Das sind keine klassischen Camper mehr wie einst, sondern sie schätzen den Komfort.“

Und genau den will der Unternehmer in Fehndorf bieten. Das Ein- und Auschecken soll 24 Stunden am Tag möglich sein, die Kunden können zwischen einem günstigen reinen Stellplatz bis zum Haus mit 120 Quadratmetern Außenstellfläche aus verschiedenen Varianten buchen, darunter auch einen Stellplatz ohne Haus, aber mit eigener Nasszelle in einem Sanitärgebäude.

Auf dem annähernd zehn Hektar großen Gelände entsteht zudem gerade ein Gebäude, in dem Wellness- und Fitnessräume eingerichtet werden. Auch sie können später ebenfalls individuell genutzt werden. Ein 1,3 Hektar großer See lädt zum Entspannen ein, eine hochwertige Gastronomie soll ab 2016 nicht nur Camper, sondern auch Emsländer anlocken. Vier bis fünf Sterne strebt Gerke als Klassifizierung für seine Anlage an – den höchsten Standard also.

Das Energiekonzept ist durchdacht: Die bisher errichteten Gebäude sind mit Solarzellen zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf bestückt, der Wärmebedarf wird über eine extrem effiziente Pumpe aus dem eigenen See gedeckt. Außerdem lassen sich die Häuser einzeln per PC auf Standby schalten, werden also nicht beheizt, wenn gerade kein Gast da ist. „So halten wir auch im Winter die Kosten niedrig und können ganzjährig öffnen“, sagt Gerke.

Bis 2016 sollen 100 Einzelhäuser und die großen Gebäude errichtet sein, Platz ist für bis zu 300 Häuser. Den Plan für die noch namenlose Anlage hatte der heute 41Jahre alte Unternehmer schon vor 20 Jahren, und viele Jahre tat sich auf dem Areal in Fehndorf wenig. Aber Gerke betreibt noch andere Geschäfte , unter anderem vermietet er Langarm-Exakt-Bagger. „Da hatte in den letzten Jahren vieles Vorrang“, sagt Gerke und dass er in dieser Zeit intensiv am Konzept arbeiten konnte.

Das einst abgetorfte und landwirtschaftlich genutzte Gelände befand sich in Familienbesitz, rund 3,5 Millionen Euro wird Gerke am Ende investiert haben.


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