Standort Föhren wird aufgegeben Lemken will Produktion in Haren stärken

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Feldspritzen baut die Firma Lemken künftig nicht mehr in Meppen, sondern in Haren. Foto: Tobias BöckermannFeldspritzen baut die Firma Lemken künftig nicht mehr in Meppen, sondern in Haren. Foto: Tobias Böckermann

Haren. In wenigen Wochen eröffnet der Landmaschinenhersteller Lemken in Haren seine neue Spritzenproduktion. Der erst 2011 errichtete Produktionsstandort in Föhren in Rheinland-Pfalz wird dagegen geschlossen. 27 Mitarbeiter sind betroffen und können nach Haren wechseln.

Lemken-Marketingleiter Lars Heier bestätigte auf Anfrage der Meppener Tagespost entsprechende Medienberichte. Demnach habe die Geschäftsleitung „unter Abwägung aller Umstände und nach Beratung mit dem Betriebsrat schweren Herzens entschlossen, den Standort Föhren zu schließen“. Im Rahmen der Erhöhung der Kompetenz im Bereich Pflanzenschutz sollten alle Aktivitäten dieses Produktbereiches an einem Standort gebündelt werden.

Die bislang in Föhren produzierten Produkte Anbaufeldspritze Sirius und Frontbehälter Gemini werden zukünftig in Haren gefertigt. An diesem „neuen hochmodernen Standort“ sollen so eine höhere Auslastung, Effizienz und damit mehr wirtschaftliche Sicherheit erreicht werden.

Für die Schließung des Standortes Föhren gibt es noch keinen konkreten Termin. „Allen Mitarbeitern aus Föhren wird ein Angebot zur Weiterbeschäftigung in Haren gemacht“, sagt Heier. Sie könnten sich auch für andere Positionen innerhalb der Lemken--Gruppe bewerben. Außerdem werde mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan und Interessenausgleich verhandelt. „Die Geschäftsleitung ist bemüht, diesen für die betroffenen Mitarbeiter harten Einschnitt sozialverträglich zu gestalten.“

Nach aktuellem Stand wird das Gelände in Föhren nach der Verlagerung der Produktion verkauft. Der Bau der neuen Produktion in Haren laufe zur Zeit planmäßig. „Wir wollen im September dieses Jahres mit der Produktion in Haren beginnen“, sagt Heier. Dort investiert das Unternehmen zwölf Millionen Euro.


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