Bis zu 50 MBit/s möglich Schnelles Internet für Altharen und Wesuwe

Von Tobias Böckermann

An einem der Kabelverzweiger, die schnelles Internet ermöglichen, gaben v.l. Uwe Ingenhaag und Klaus Karneth (beide Telekom) und Bürgermeister Markus Honnigfort den „Startschuss“ für die neue Breitbandanbindung. Foto: BöckermannAn einem der Kabelverzweiger, die schnelles Internet ermöglichen, gaben v.l. Uwe Ingenhaag und Klaus Karneth (beide Telekom) und Bürgermeister Markus Honnigfort den „Startschuss“ für die neue Breitbandanbindung. Foto: Böckermann

Haren. Anlieger im Gewerbepark an der A31 in Wesuwe und im Wohngebiet „Nördlich der Adenauerstraße“ in Haren können seit Kurzem sehr schnell im Internet surfen. Weil die Deutsche Telekom und die Stadt Haren das Breitbandnetz ausgebaut haben, sind hier bis zu 50 MBit pro Sekunde möglich.

Eine Kooperation zwischen Stadt und Telekom im Rahmen eines sogenannten Interessenbekundungsverfahrens ermöglichte den Ausbau des digitalen Netzes an beiden Standorten. Rund 156000 Euro kostete der Ausbau insgesamt, davon trugen die Telekom und die Stadt Haren jeweils rund 22000 Euro. Um die bestehende sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen, konnten darüber hinaus Drittmittel des Landes in Höhe von rund 78000 Euro und des Landkreises Emsland (33600 Euro) eingeworben werden.

Die Wirtschaftlichkeitslücke beschreibt die Summe, die bei einem Netzausbau durch die Kundenzahlungen nicht wieder erwirtschaftet werden kann. Diese Lücke ist das Haupthindernis für den Netzausbau bundesweit und immer wieder Thema in der Politik.

In Haren kamen glückliche Umstände und vorausschauende Planung zusammen. Denn die Sanierung der Forststraße durch den Landkreis von Haren zum Industriegebiet an der Autobahn hatte die Stadt im vergangenen Jahr zum Anlass genommen, Lehrrohre entlang der K266 zu verlegen. Durch diese Rohre konnten nun vergleichsweise günstig die für den Netzausbau notwendigen Glasfaserkabel geführt werden.

Bürgermeister Markus Honnigfort freute sich über die verbesserte Netzqualität : „Schnelles Internet gehört heute zur Grundversorgung wie Gas, Wasser oder Strom. Für Gewerbebetriebe ist eine gute Anbindung vor allem aber ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.“

Schon heute verfügen viele Bereiche im Stadtgebiet über leistungsfähige Funk-, Kabel- oder VDSL-Verbindungen, weitere Netzausbauten sollen folgen. Ziel müsse es sein, schnelles Internet möglichst flächendeckend in der Kommune anzubieten, sagte Honnigfort.

Doch der DSL-Ausbau auf dem Land ist kostspielig: „Die Verlegung von einem Kilometer Glasfaser kostet bis zu 70000 Euro“, sagte Klaus Karneth, Telekom-Beauftragter für den Breitbandausbau in Niedersachsen.

Betriebe und Einwohner, die die Technik an den Standorten Gewerbepark A31 und im Baugebiet Adenauerstraße nutzen wollen, können sich über Verfügbarkeiten, Geschwindigkeiten und Tarife auf www.telekom.de/schneller informieren. Das Netz ist aber auch über andere Internetanbieter nutzbar.

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