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27.01.2015, 18:01 Uhr ZUR UMGEHUNGSTRAßE

Emmeln: die beste Möglichkeit

Ein Kommentar von Tobias Böckermann


Rege Diskussion über die Straßenpläne.Rege Diskussion über die Straßenpläne.

Haren. Die Verlegung der Bundesstraße 408 auf eine neue Trasse mit direkter Anbindung an den Eurohafen ist eine gute Idee – vor allem aber ist sie derzeit die einzige Möglichkeit zur Entlastung des Emmelner Ortskerns, die eine Aussicht auf zeitnahe Umsetzung hat. Denn zwar ist der Straßenverkehr in Emmeln stark gestiegen und die Belastung hoch. Im bundesweiten Vergleich aber könnte sie noch zu gering sein – andere müssen mehr aushalten.

Diese Erkenntnis hilft keinem Betroffenen weiter, sie hat aber entscheidenden Einfluss auf die Verteilung von Straßenbaumitteln in der Bundesrepublik. Da der Etat des Bundesverkehrsministers kaum ausreicht, um die vorhandenen Straßen instand zu halten, bedarf es guter Argumente, wenn man eine neue wünscht.

Der trimodale Ansatz, also das Setzen auf die Verbindung von Straße, Wasser und Schiene, dürfte die Aussicht auf Erfolg deutlich verbessern. Eine Garantie ist er dennoch nicht.

Und selbst wenn es Geld vom Bund geben sollte, steht den Emmelnern noch eine lange Durststrecke bevor. Auch dann dauert es noch Jahre, bis die Bagger rollen.


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