Bands begeistern am Müllerhaus Beeindruckende Revival-Nacht in Haren

Von



Haren. Wer für einen Moment die Augen schloss, der konnte fast glauben, „ja, die Legende lebt“. Was die Joe- Cocker-Tribute-Band bei der zweiten Harener Revival-Nacht musikalisch von der großen Musikbühne im Festzelt am Harener Müllerhaus ins Publikum tönen ließ, war Authentizität pur.

Ganz nah am Original kamen aber auch zuvor die Santana-Coverband aus der Pfalz und „Central Park“ die Simon & Garfunkel Coverband rüber. „Wacken-Like“ wurde die Revival-Nacht in Haren mit popig, rockiger Blasmusik von der Harener Kolpingkapelle eröffnet, das kam gut an und sorgte für Vorfreude auf die sieben großartigen Santana-Interpreten, die das Beste von Meister Carlos auf die Bühne brachten. Drei hervorragende Lead-Gitarristen und eine „Trommlergang“, die einen gewaltigen Percussion-Donner vom Stapel ließ. Mit „Batuka“ und „Carneval“ legte die Band gleich mit Volldampf los.

Romantische Stunde

Bei „Samba Pa Ti“ wurde es ganz still im Zelt, und das Partyvolk genoss die Erinnerung an die guten alten 1970er und an so manch verträumte, romantische Stunde. Mit Dynamik und Power wurden die Knaller „Jingo“, „Black Magic Woman“ und „Oye Como Va“ gecovert. Genial dabei die Umsetzung des typischen Santana-Sounds. Latin-Santana Rock (fast) im Original, denn wohl kein Musiker auf der Welt vermag die Magie des Meisters in Vollendung zu kopieren.

Eher rockig, poppig und tanzbar interpretierten die Jungs von „Central Park“ die legendären Songs von Simon & Garfunkel. Interessant die komplexe Rockversion von „El Cóndor Pasa“, aber auch der Klang der Stille „Sound of Silence“ kam eher laut und schwungvoll daher und brachte so manches Paar für ein Tänzchen vor die Konzertbühne.

Sehr gelungen mehrere Stücke aus Paul Simons Soloalbum „Graceland“. Beim letzten Song sang das Publikum den „Lai, La, Lai“ Refrain von „The Boxer“ sogar harmonisch und volltönend mit. Als Zugabe durfte „Bridge over Troubled Water“ natürlich nicht fehlen. Und dann kam er, der musikalische Joe-Cocker-Doppelgänger aus Aachen, Jupp Ebert, oder „der singende Sportreporter Werner Hansch“, wunderten sich einige Besucher über die optische Ähnlichkeit mit der Sportschaulegende. Aber eins ist sicher: Der kürzlich verstorbene Joe Cocker, der findet in der Band „Joe Cocker Tribute“ echt authentische Interpreten seiner Musik, seines Stils und seines Sounds.

Unglaubliche Dynamik

Die Musiker/-innen und Sänger/-innen der „RTL Samstag Nacht AllStars“ haben den Weltstar Joe Cocker in TV- Sendungen live begleitet. Professionell und mit unglaublicher Dynamik jagte ein Cocker-Hit den anderen. Eine super Brasssektion, die tollen Backgroundsängerinnen und eine echte „Hammond B3“ Orgel.

Die neunköpfige Truppe war mit Stücken wie „Summer in the City“, „Honky Tonk Women“ von den Stones oder mit dem anrührenden Duett „Up where we belong“ der absolute Höhepunkt einer Revival-Nacht auf hohem professionellem Niveau.

Und als Zugabe gab es eine großartige Version des ganz, ganz großen Cocker-Hits „With A Little Help From My Friends“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN