Komparse Johannes Wessels Harener dreht für Tatort und Cobra 11

Von Tobias Böckermann


Haren. Einmal im Tatort mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl dabei sein, und das nicht als Leiche: Der Harener Johannes Wessels hat als Komparse im Münster-Tatort „Erkläre Chimäre“ mitgespielt. Am Donnerstag ist er aber zunächst in „Alarm für Cobra 11“ auf RTL zu sehen.

Der 45-jährige Wessels hat ein ausgefallenes Hobby: Er tritt seit Jahren als Komparse in diversen Fernsehproduktionen auf ( wir berichteten ). Mit einer Zeitungsanzeige 2002 in der Meppener Tagespost hatte diese Leidenschaft angefangen: Ein Regisseur suchte Komparsen für eine Dokumentation zum Thema Hexenverfolgung, und nach einem Casting war Wessels beim Dreh in Ibbenbüren und auf der Burg Bentheim dabei. Seit seiner Schulzeit interessiert sich der gelernte Tischler und Kraftfahrer für die Schauspielerei.

Bevor er im Tatort zu sehen sein wird, hat er am Donnerstag einen vergleichsweise großen Auftritt in der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“. „Ich spiele einen belgischen Polizisten, der Kriminalhauptkommissar Semir Gerkhan in eine Zelle verfrachten muss. Wessels hat den Film schon gesehen: „Gut eine Minute bin ich im Bild“, sagt er und dass er damit recht zufrieden ist. Gedreht worden war die Folge im Sommer in Bonn in einer alten Kaserne.

Wessels ist bei verschiedenen Agenturen als Komparse gemeldet und wird immer wieder mal angefragt. Auch bei der Harener Produktion „ The last picture “ war er dabei.

Vor zwei Woche dann hat er einen Drehtag in der Innenstadt von Münster verbracht. Ein Auftritt neben Jan Josef Liefers und Axel Prahl, als Kommissar Thiel und Rechtsmediziner Prof. Boerne das beliebteste Tatort -Team Deutschlands, das ist für Johannes Wessels natürlich etwas ganz Besonderes. „Ich musste an einem Tatort in der Innenstadt mit dem Fahrrad an einem Taxistand vorbeifahren“, berichtet Wessels. „Damit war ich eigentlich ganz zufrieden. Aber am Nachmittag hörte ich, wie der Regisseur meinen Namen nannte und sagte „den langen da, den will ich noch als Spurensicherer.“ Und dann wurde ich gefragt, ob ich das spielen wollte, und habe natürlich zugesagt.“

Wessels zog einen weißen Overall über und hantierte gekonnt mit ein paar Chemikalien. „Welche Szene am Ende im Film zu sehen sein wird, weiß ich natürlich nicht“, sagt der 1,93 Meter große Wessels. Wann die Folge mit dem Titel „ Erkläre Chimäre “ gesendet wird, steht noch nicht fest.

Für Wessels hat sich der Tag auf jeden Fall gelohnt. „Es war spannend, und man lernt Leute kennen, die einen vielleicht weiterbringen“, sagt er. Die Schauspieler am Set waren alle „ganz normale Menschen“, vor allem Liefers und Prahl nahmen sich viel Zeit für Zuschauer und Pressefotos. Und bis der neue Tatort gezeigt wird, hat er noch einige kleinere Komparsenrollen an Land gezogen. Im Februar steht er bei „Schneller als die Polizei erlaubt“ bei Vox vor der Kamera.

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