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1000 Tonnen Weizen umgeladen Binnenschiff drohte in Haren zu sinken

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Haren. Im Eurohafen in Haren-Emmeln ist am Sonntagmorgen ein mit 1000 Tonnen Weizen beladenes niederländisches Binnenschiff in Schieflage geraten und drohte zu sinken. Am späten Nachmittag hatte sich die Situation entspannt.

Ein Passant hatte am Morgen eine ungewöhnliche Tieflage des im Hafen liegenden Getreidefrachters bemerkt und sofort versucht, die möglicherweise an Bord befindlichen Schiffseigner zu warnen. Schnell stellte er fest, dass das Schiff verlassen war und informierte die Rettungskräfte.

Die Feuerwehr aus Haren wurden sehr schnell von den Feuerwehren Meppen und Rütenbrock unterstützt, denn es galt, möglichst schnell möglichst viel Wasser aus dem Schiff zu pumpen, damit der Sinkvorgang beendet wurde. Nach Angaben eines Polizeisprechers hätte nicht viel gefehlt und das Schiff wäre im etwa 3,50 Meter tiefen Hafenbecken versunken.

Nun gingen Taucher der Feuerwehr ins Wasser, um die Leckage zu orten. Nach Angaben der Einsatzkräfte konnte kein Loch, dafür aber ein starker Wassersog im Bereich der Schiffsschraube festgestellt werden. Eine genaue Untersuchung steht noch aus.

Gutachter eingeschaltet

Die Feuerwehren errichteten vorsorglich eine Ölsperre und konnten so eine Verschmutzung der Umwelt verhindern. Ein im Eurohafen liegendes leeres Binnenschiff machte dann am Leck geschlagenen und manövrierunfähigen Schiff fest und schleppte es an den Hafenkai der Firma Rothkötter. Dort wurde die Ladung bis zum Abend gelöscht.

Während es zwischendurch so aussah, als könne das Schiff nicht gehalten werden, konnte es im Laufe des Vormittags stabilisiert werden. Die Besitzer des Binnenschiffes stammen aus Klazienaveen und halten sich dort, so Angaben der Helfer vor Ort, über das Wochenende auf. Sie konnten zwischenzeitlich informiert werden.

Am Nachmittag waren die Rettungskräfte Angaben der Polizei zufolge nach etwa sechsstündigem Einsatz wieder abgezogen. Eine Pumpe lenzte weiter Wasser aus dem Binnenschiff während ein Gutachter aus den Niederlanden und eine Spezialfirma aus Oberhausen anreiste, um die Leckage zu schließen und zu begutachten.


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