„Jetzt bin ich mittendrin“ Harener Peter Bolmer im Vorprogramm von Unheilig

Peter Bolmer und seine Band. Foto: Katja KuhlPeter Bolmer und seine Band. Foto: Katja Kuhl

Haren. Peter Bolmer ist mittendrin: Der gebürtige Harener, bekannt als Frontmann der Band EL*KE, bringt mit seiner Band Bollmer ein Musikalbum heraus, spielt in einem Kurzfilm mit und tritt heute als Vorgruppe von Unheilig in Nordhorn auf.

„Hier wollt ich immer hin, jetzt bin ich mittendrin“, diese Zeilen schrieb der Musiker „Bollmer“ (mit Doppel-L) in seinem Homestudio in einer Hinterhof-Wohnung in Berlin, erster Stock. Wie der Name der Single auch, singt Peter Bolmer über Berlin. „Das Lied ist für Berliner, die erst noch nach Berlin ziehen“, erzählt der 37-Jährige.

Es ist ein Song aus seinem Leben: Peter Bolmer ist in Haren-Erika aufgewachsen. Vor 15 Jahren zog es den 37-Jährigen in die Großstadt. „Ich hatte lange Zeit das Gefühl, nicht angekommen zu sein – das kam erst in den letzten drei Jahren.“ Genau seit dieser Zeit wächst das Solo-Projekt „Bollmer“. Es ist ein junges Projekt, das sich jetzt unter Beweis stellen muss: erste Single, Debüt-Album, Konzerte.

Außer dem Song „Berlin“, der gestern erschienen ist, werden auf dem ersten Album „Bollmer“, das am 26. September veröffentlicht wird, elf weitere Songs zu hören sein. Die Inspiration für die Texte nimmt der leidenschaftliche Musiker aus dem Leben, von Konzerten, Reisen oder Erfahrungen.

Das Spektrum ist weit: Liebe, Aufbruch, Hoffnung oder etwas zum Nachdenken, „jeder Song steht für sich.“ Nicht nur die Texte stammen aus der Feder des Emsländers, auch die Komposition der Lieder hat er selbst in die Hand genommen – in seinem Homestudio. Seinen Sound beschreibt Peter Bolmer als „deutschen Großstadt-Pop/Rock“ und es gibt eine Strategie, die Single und das Album in die Ohren der Menschen zu bekommen: „Ab Mitte September wird die Single ‚Berlin‘ in den Werbespots auf RTL 2 zu hören sein – mit Ausschnitten aus meinem Video und Ausschnitten der Sendung.“

Am heutigen Samstag tritt Bollmer im Vorprogramm von Unheilig in Nordhorn auf. Es ist nichts Neues für den Musiker, mit großen Namen des Showbusiness die Bühne zu teilen, denn der Harener hat schon zusammen mit Bands wie den Toten Hosen, Billy Idol oder Silbermond in ganz Deutschland gerockt. Auch wenn der Auftritt fast ein Heimspiel sein wird – oder vielleicht gerade deswegen –, spielt das Thema Nervosität eine Rolle: „Ein bisschen angespannt bin ich schon, aber meist läuft es nach dem ersten Song.“

Noch etwas wird bei Bolmer für Anspannung sorgen: Nach 20 Jahren im Showgeschäft sei er jetzt in einer anderen Ecke des Erfolgs angekommen. Auf der Bühne zu stehen bedeute daher viel für ihn: „Dort bekomme ich das Feedback der Leute, für meine Arbeit der letzten drei Jahre.“ Doch in erster Linie gehe es heute für eine halbe Stunde darum, dass die Fans Spaß haben und musikalisch aufgewärmt werden.

Kürzlich machte der 37-Jährige einen Abstecher in die Schauspielerei: In dem Kurzfilm „The last picture“, der in seiner Heimat Haren gedreht wurde, ist Peter Bolmer in einem kleinen Part zu sehen. „Es ist eine Statistenrolle und ich spiele mich selbst, den Musiker Bollmer“, erklärt er. Auch wenn es eine interessante Erfahrung gewesen sei, in die Schauspielerei möchte er nicht wechseln: „Das war nur zum Spaß.“

Musikalisch gibt es hingegen schon weitere Pläne: Ich freue mich auf viele schöne Sachen“, sagt Peter Bolmer und nennt die Veröffentlichung der Single „Berlin“ und des Albums „Bollmer“, eine Supporter-Tour im Herbst, eine eigene Tour im kommenden Jahr und Festival-Auftritte. „Vielleicht ergibt sich auch die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Auf jeden Fall werde ich weitermachen.“

Informationen unter www.facebook.com/bollmer.berlin