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50 km/h bei Sahara-Hitze Heiße Rennen beim Rütenbrocker Radsporttag

Von Werner Scholz | 20.07.2014, 17:29 Uhr

Der diesjährige Rütenbrocker Radsporttag hat ganz im Zeichen hochsommerlicher Temperaturen weit jenseits der 30 Grad-Grenze gestanden. Ganz in diesem Sinne lieferten sich die Radsportler ein halbes Dutzend heiße Rennen mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu fast 50 km/h.

Mit einer kleinen Verspätung starteten um 11.15 Uhr wieder 50 Teilnehmer mit ihren Liegerädern, die entweder voll- oder teilverkleidet oder auch unverkleidet waren. Angesichts der enormen Hitze waren die Verkleidungen dieses Mal nur bedingt von Vorteil, denn bei aller Aerodynamik hielten sie auch den kühlenden Fahrtwind fern. Am Start waren dabei dieses Mal auch neun Ruderräder – so viele waren es noch nie. Sie funktionieren ähnlich wie ein Ruderergometer, fahren aber.

Mit 47,8 km/h war Weltmeister Daniel Fenn in seinem neuen Velomobil als schnellster Fahrer unterwegs, gefolgt von Max Weldert (46,4 km/h) und Matthias König (45,8 km/h). Die schnellste Frau war Swanette Tempelmann mit durchschnittlich 41,4 km/h, gefolgt von Patricia Karow (36,7) und Heike Bunte (35,5).

Beim anschließenden Radrennen für Kinder und Jugendliche nahmen zehn Fahrer teil. Dennis Wilke belegte dabei vor Tim Düthmann und dem drittplatzierten Pieter Sijbranij Platz eins.

Eine wirkliche Herausforderung, die besonders bei großer Hitze gute Kondition und viel Erfahrung erfordert war das Stundenrennen, bei dem es galt, eine Stunde und eine Runde zu fahren. Wie schon zuvor hat Daniel Fenn dabei mit seinem selbst konstruierten und hervorragend windschnittigen Velomobil so manche Kurve rasant auf nur zwei von drei Rädern genommen und sich mit einem Durchschnitt von 43,8 km/h den ersten Platz gesichert, gefolgt von Matthias König (41,0) und Max Weldert (39,8).

Dass auch die Frauen kräftig in die Pedalen treten können, zeigten Swanette Tempelmann (37,7), Heike Bunte (34,0) und Wendy Schipper (32,6).

Bei den Rennrad-Ausscheidungsrennen landete Heinz Schütte auf dem ersten Platz, gefolgt von Stefan Fischer und Torsten Schnelte. Auch beim Rennen um die Vereinsmeisterschaft hatte Heinz Schütte die Nase vorn, gefolgt von Torsten Schnelte und Hendrik Müller.