Optiker und Akustiker Harener Fachgeschäft Jüngerhans wird 175 Jahre alt


Haren. Seit 175 Jahren ist der Name Jüngerhans in Haren und Umgebung ein Begriff für Leistungsfähigkeit in anspruchsvollen Fachgebieten. Dazu gehören heute Augenoptik, Hörakustik und Kontaktlinsen. Die Familie Jüngerhans ist bereits in der fünften Generation in der Schifferstadt tätig.

Als es in der kleinen Ortschaft Haren noch sehr ländlich zuging, wagte Joan Gerhard Jüngerhans, geboren 1813 als Sohn des Harener Püntkers Rudolph Jüngerhans, den Aufbau des Geschäfts in seiner Heimat, nachdem er sein Handwerk als Uhrmachergeselle in Koblenz erlernt hatte. Ausgestattet mit 18 Talern, die ihm sein Vater nach Koblenz geschickt hatte, und seinen bisherigen Ersparnissen, kam Joan Gerhard im Frühjahr 1839 nach Haren. Aus Koblenz brachte der Unternehmensgründer von diesem Geld seine erste Werkstattausstattung mit.

Was Joan Gerhard Jüngerhans damals an Werkzeugen kaufte, ist nicht mehr bekannt. „Aber es muss eine umfangreiche Ausstattung gewesen sein“, schätzt Karl Jüngerhans, der heutige Geschäftsinhaber, denn in Haren begann der Firmengründer sogleich, Wand- und Standuhren herzustellen.

Zwei solcher Standuhren mit der Inschrift auf dem Zifferblatt: „Verfertigt von J. Jüngerhans Haren“, befinden sich noch im Besitz der Familie. „Und diese Uhrwerke sind so hervorragend gebaut, dass sie auch noch weitere Jahrhunderte überdauern können“, sagt der jetzige Firmeninhaber mit Stolz auf seine Vorfahren.

Joan Jüngerhans hinterließ nach seinem frühen Tod im Jahr 1863 zwei Söhne, Johannes und Anton. Der ältere, Johannes Jüngerhans, lernte Uhrmacher und kam 1878 nach Beendigung seiner Gesellenzeit beim Uhrmacher Bonekamp in Dülmen nach Haren zurück, um den Betrieb seines Vaters weiterzuführen.

1889 wurde ein Haus an der Kirchstraße 12 erworben und 1899 in ein Geschäftshaus umgebaut. Heute ist das Gebäude wieder im Originalzustand zu bewundern. Johannes Jüngerhans machte sich auch als Bürgermeister, Standesbeamter und Kreistagsabgeordneter einen Namen.

1929 übernahm der Sohn Franz die Führung des Geschäfts. Während des Zweiten Weltkriegs verstarb Franz Jüngerhans an einem Herzinfarkt. Seine Witwe Josefine führte das Geschäft mit großer Tatkraft weiter, bis Sohn Johannes den Betrieb übernehmen konnte.

Vielen Harenern ist der nächste Geschäftsinhaber, Augenoptiker Heinz Jüngerhans, noch sehr gut bekannt. Nach der Hochzeit im Jahre 1961 mit Therese Prasch, Fotografenmeisterin aus Meppen, übernahm Heinz das Geschäft von seiner Mutter. Durch das Geschick und die harte Arbeit von Heinz und Therese Jüngerhans wuchs das Unternehmen zusehends. 1988 erfolgte der Neubau an der Langen Straße.

Seit 1995 leitet jetzt Sohn Karl den Betrieb als Meister für Augenoptik und Hörgeräteakustik. Im neuen Geschäft wurden viele wichtige Modernisierungen und Neuerungen eingeführt, um den Service und die Leistungsfähigkeit auf ein überdurchschnittliches Niveau zu bringen.

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