Mütterzentrum umgezogen „MütZe ein Gewinn für Haren“



Haren. Seit 1996 engagiert sich in Haren der Verein MütZe für Familien. Nun hat der Treffpunkt für Mütter, Väter und Kinder eine neue, großzügige Heimat in der Boschstraße gefunden.

190 Quadratmeter Nutzfläche plus Spielplatz stehen nicht nur, aber vor allem den 38 Kindern zur Verfügung, die hier betreut werden – alle Räume sind modern, von Licht durchflutet und entsprechen den heutigen Standards der Kinderbetreuung.

„Wir wollten von Anfang an ein Rückzugsraum sein für Menschen, die zum Beispiel Entlastung im Alltag brauchten, die nach dem Umzug nach Haren Kontakt suchten oder einfach jemanden, der verlässlich Kinder betreut“, sagte die Vorsitzende des MütZe-Vereins, Berna Menke, vor gut 40 Gästen.

Menke erinnerte an die Geschichte des Mütterzentrums, das 1997 erste Räume an der Wesuweer Straße bezogen hatte – damals dank der Unterstützung des Unternehmens ELA-Container. „Unser Gründungsvorstand hatte allerhand zu tun, um ein funktionierendes Angebot auf die Beine zu stellen“, sagte Menke.

Das Angebot sprach sich dann herum, ein Umzug auf den Hermeshof am Mersweg 2001 und ein weiterer 2006 in die alten Geschäftsräume der Firma Lohmann wurden nötig. Und immer wieder mussten und wollten sich die MütZe-Mitstreiter von Neuem einrichten. Einen Mini-Kindergarten für Kinder von zwei bis vier Jahren und einen Mini-Mini-Kindergarten für die ganz Kleinen sowie einen offenen Frühstücksraum gab es hier bereits seit 2006. 2013 aber musste wieder eine neue Bleibe her.

Die MütZe-Mitstreiter hofften auf die große, dauerhafte Lösung, die dann von der Familie Held auch angeboten wurde. Sie betreibt in der Boschstraße eine Reederei und hatte auf dem Grundstück noch Platz. Verena Held, die sich im MütZe-Vorstand engagiert, gab mit Hedwig und Annkatrin Held den Bau eines Funktionsgebäudes in Auftrag, das im Obergeschoss zwei Betriebswohnungen und unten das Mütterzentrum als Mieterin beherbergen sollte. Nach etwa acht Monaten Bauzeit war im Februar alles fertig.

In der Zwischenzeit hatte sich die MütZe auf zwei Heimstätten aufeilen müssen und war vorübergehend auch bei der Familie Hemme untergekommen. Nun also sind wieder alle beisammen. Das Angebot in der Boschstraße 21a soll wieder stark ausgeweitet werden, unter anderem in der Zusammenarbeit mit der VHS, bei Lesungen oder Vorträgen. Der Verein hat 180 Mitglieder und neun Mitarbeiterinnen, die meisten in Teilzeit. Berna Menke dankte allem, die tatkräftig an der Realisierung des großen Wurfes für die MütZe teilgenommen hätten.

Harens Bürgermeister Markus Honnigfort lobte das flexible Angebot mit Platz-Sharing (38 Kinder teilen sich 20 Plätze) sowie Notfall- und Ferienbetreuung für Grundschulkinder. Maßgeschneiderte und moderne Räume in exponierter Lage rückten das inzwischen etablierte Mütterzentrum noch mehr als bisher in den Blickpunkt. Die Stadt Haren sehe das Angebot als Gewinn und unterstütze deshalb auch jährlich mit einem Betriebskostenzuschuss von 16300 Euro.

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