Brinker folgt auf Weitemeier Haren wählt neuen Stadtbaurat

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Haren hat einen neuen Stadtbaurat: Bürgermeister Markus Honnigfort (l.) und Ratsvorsitzender Norbert Schumacher (r.) gratulierten Henrik Brinker zu seiner einstimmigen Wahl im Stadtrat. Foto: Tobias BöckermannHaren hat einen neuen Stadtbaurat: Bürgermeister Markus Honnigfort (l.) und Ratsvorsitzender Norbert Schumacher (r.) gratulierten Henrik Brinker zu seiner einstimmigen Wahl im Stadtrat. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Wenige Wochen nach dem Weggang von Stadtbaurat Thimo Weitemeier nach Nordhorn hat der Harener Stadtrat einstimmig einen Nachfolger gewählt: Henrik Brinker stammt aus Haselünne, lebt in Meppen und ist Raum- und Umweltplaner.

Der 30-Jährige hat sich in einem Auswahlverfahren gegen 16 weitere Bewerber durchgesetzt, die sich nach der bundesweiten Ausschreibung auf die Stelle des Harener Stadtbaurates beworben hatten. Sechs Bewerber waren zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden, zwei hatten es in die Endauswahl im Verwaltungsausschuss geschafft.

Dieses Gremium schlug Henrik Brinker einstimmig vor und dieser Empfehlung folgte nun der Rat. Brinker hat von 2003 bis 2009 in Vechta und Kaiserslautern Raum- und Umweltplanung studiert und das Diplom mit der Note 1,8 erlangt. Seit 2010 war er zunächst bei der Stadt Papenburg, später bei den Kreisverwaltungen Leer und Osnabrück tätig. Seit 2013 arbeitet er wieder als Stadtplaner im Angestelltenverhältnis in Papenburg. Privat engagiert er sich bei verschiedenen Symphonieorchestern, als Schulungsleiter im Dekanat Emsland-Mitte und beim SV Teglingen. Sein Amt in Haren soll er zum 1. Mai oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt antreten.

Bürgermeister Markus Honnigfort gratulierte Brinker zur Wahl und wünschte dem neuen Stadtbaurat viel Erfolg. Er hoffte ebenso wie Ratsvorsitzender Norbert Schumacher, CDU-Fraktionschef Holger Cosse und SPD-Fraktionsvorsitzender Heinz Pinkernell, dass Brinker der Stadt Haren möglichst lange erhalten bleiben möge.

Eine weitere Personalie handelte der Rat ebenso einstimmig ab: Manuel Deeters wird mit Wirkung zum 1. April zum Stadtamtmann ernannt und ist damit Beamter auf Probe. Deeters folgt Stadtamtmann Wolfgang Wiedemeyer ins Amt, der in den Ruhestand verabschiedet worden war. Deeters ist im Fachbereich Bauen, Planung und Liegenschaften tätig.

Der Rat hat den Bebauungsplan für das Baugebiet „Zwischen Heinrichstraße und B 70, Teil II“ in Emmeln verabschiedet. Dort gibt es unter anderem ein allgemeines Wohngebiet und zwei Mischgebiete, allerdings hat sich seit Eröffnung 1996 praktisch nur Wohnbebauung entwickelt. Das Gewerbe blieb weitgehend aus. Da das auch für den Rest des Mischgebietes zu erwarten sei, werden die Bauvorschriften des Baugebietes nun auch auf das Mischgebiet ausgeweitet.

Mehr Geld als erwartet muss die Stadt Haren für ihre Straßenbeleuchtung ausgeben. Im Haushaltsplan 2013 waren für 2012 für die Stromkosten in diesem Bereich 227900 Euro veranschlagt worden, zu zahlen waren aber laut Abrechnung der RWE 266500 Euro, also rund 39000 Euro mehr als erwartet. Hintergrund ist nach Angaben der Stadtverwaltung, dass der Grundpreis für Straßenlaternen von 70 auf 150 Euro ebenso gestiegen ist wie der Preis je Kilowattstunde von 15,11 auf 17,565 Cent.

Die Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft Haren (GEG) mbH hat dem Stadtrat den Jahresabschluss für 2012 vorgelegt. Nach Einschätzung von Holger Cosse (CDU) ist das Zahlenwerk trotz eines kleinen Fehlbetrages in Höhe von 13909 Euro glänzend.

Die GEG kauft und verkauft im Auftrag der Stadt Haren aber als eigenständige Gesellschaft Bau- und Gewerbegrundstücke und sorgt nach dem Verkauf für die vollständige Erschließung. In Haren hatte die GEG zum Stichtag 31.12.2012 Vorratsflächen im Wert von 3,96 Millionen Euro im Bestand, unter anderem im Gewerbepark an der A 31 in Wesuwe-Siedlung (1,45 Millionen) oder Wohnbauflächen in fast allen Ortsteilen.

Außerdem verfügte sie über Rückstellungen in Höhe von 2 Millionen Euro, die im Wesentlichen für noch durchzuführende Erschließungen vorgesehen waren. Dem standen Verbindlichkeiten in Höhe von 4,7 Millionen Euro gegenüber.

Im vergangenen Jahr hatte das Landgericht Osnabrück Klagen gegen die GEG in Haren und Lingen abgewiesen, in denen es auch um die Frage ging, ob sich die Kommunen einer Erschließungsgesellschaft zur Abwicklung des Grundstücksgeschäftes bedienen dürfen, wenn diese Gesellschaft mehrheitlich der Kommune gehört. Holger Cosse betonte, man sehe sich durch das Urteil und die gute Lage des Unternehmens in der Vorgehensweise bestätigt.

Er regte schließlich noch an, die Stadtverwaltung möge Haus- und Grundstücksbesitzer im Stadtsanierungsgebiet darauf hinweisen, welche finanziellen Vorteile es für die Zeit der öffentlich geförderten Sanierung bei Investitionen für sie gebe. Vielleicht könne so der eine oder andere noch zu einer Sanierungsmaßnahme angeregt werden.


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