Melodie aus dem Herzen Tinner Jäger Musikanten begeisterten in Haren

Von Heinz-Gerd Stahl

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Das Alphorn spielte Clemens Gerdes. Fotos Heinz-Gerd StahlDas Alphorn spielte Clemens Gerdes. Fotos Heinz-Gerd Stahl

Haren. „Die Musik geht uns ins Blut“ war das Motto des Konzerts, zu dem die Tinner Jäger Musikanten in den Saal Hagen in Haren eingeladen hatte. Der Zuspruch war so groß, dass alle Karten schon im Vorverkauf vergriffen waren.

Bei der Begrüßung stellte Dirigent Florian Gerdes das Motto des Abends vor. Musik müsse von Herzen kommen und auch so zelebriert werden. Und genau das beherzigten die Tinner Jäger Musikanten über zweieinhalb Stunden lang. Sie begeisterten das Publikum mit ihrer Musik.

Im Mittelpunkt stand dabei die Egerländer Musik mit Marsch, Polka und Walzer, die durch Ernst Mosch weltweit bekannt und populär gemacht wurde. An den Anfang gehörte natürlich der Egerländer Musikantenmarsch. „Wir wollen euch erfreuen“ versprach das Gesangsduo Christel Gerdes und Thorsten Heymann musikalisch. Die beiden stellten noch mal fest, „Die Musik, die geht uns ins Blut“. Diese Aussage galt aber nicht nur für die Musikanten, sondern auch für das Publikum, das sofort begeistert mitklatschte, schunkelte und mitsang. Den Anwesenden gefiel die scheinbare Leichtigkeit des Spiels, obwohl sich dahinter viel Arbeit, Engagement, aber auch Freude an der Musik verbirgt. Diese war allen Akteuren anzumerken.

Sie zeigten auch, dass sich das Repertoire längst nicht nur auf die Egerländer Musik beschränkt, sondern auch internationale Arrangements zum Programm gehören. Dabei zeigte sich, dass es innerhalb der Kapelle auch hervorragende Solisten gibt, wie Mario Wilmink und Jens Kessen (beide Trompete) mit dem Beitrag „What a wonderful World“. Seine große Fingerfertigkeit bewies Hubert Kessen mit der „Löffelpolka“. Ein besonderes Highlight des Konzerts war sicherlich der „Alphornzauber“, präsentiert von Clemens Gerdes auf einem Original Alphorn. Neben ihrem Können auf den Instrumenten bewiesen einige Kapellenmitglieder, zumeist als Duo in verschiedenen Formationen, ihr stimmliches Volumen. Außerdem gab Florian Gerdes zwischen den einzelnen Beiträgen heitere Geschichten zum Besten. Dabei nahm es sich auch selbst auf die „Schippe“.

Ein Wunschlied hatte das Publikum frei und entschied sich dabei für „Hohe Tannen“. Dass es um die Nachwuchsarbeit innerhalb der Kapelle gut bestellt ist, zeigte sich, als Florian Gerdes für einige Beiträge den Taktstock an Jens Kessen übergab.


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