Jasmina Marks: Was Lotta denkt Autorin liest in Haren aus ihrem neuen Roman

Jasmina Marks fesselte ihre Zuhörer in Haren mit „Lottas Gedanken“. Foto: Gerd MecklenborgJasmina Marks fesselte ihre Zuhörer in Haren mit „Lottas Gedanken“. Foto: Gerd Mecklenborg

Haren. In der Buchhandlung Kremer in Haren hat die Autorin Jasmina Marks aus ihrem neuen Roman „Was Lotta denkt“ vorgelesen. „Das ist ein ganz besonderes Buch, da es sich von den anderen Romanen von Jasmina in vielerlei Hinsicht unterscheidet“, sagte Buchhändlerin Monika Kremer. „Darum freue mich auch so sehr, dass wir ein ‚volles Haus‘ haben“.

Die Bücher von Jasmina Marks sind meistens autobiografisch und behandeln die Themen Missbrauch, Grenzerfahrungen zwischen Leben und Tod, Bindung, Verzweiflung, Hoffnung und Liebe. Die Autorin wurde schon als kleines Kind von ihrem Adoptivvater misshandelt. Davon schreibt sie und erzählt, wie es ihr gelungen ist, von dem Opfer, das immer wieder an Menschen geraten ist, die sie nicht respektieren wollten, zur Betroffenen zu werden, die sich zur Wehr setzen kann und der es gelingt, für sich einzutreten.

Mit „Was Lotta denkt“ geht sie nun einen etwas anderen Weg. „ Mehr nach vorne gerichtet und Mut vermittelnd“ wie es Kremer in ihrer Begrüßung formulierte. Die Botschaft des Buches sei die, dass es sich lohne immer wieder aufzustehen, ganz egal was einem Schlimmes widerfahre, sagte Marks in der Einleitung zu ihrer Lesung.

„Und Lotta? Ja, das bin ich“, sagte die Autorin, und, „Lottas Charakter kann nicht einfach alles so hinnehmen, darum ist sie auch eine Rebellin“. In jedem Menschen stecke die Kraft, Dinge zu verändern, die er nicht für sich hinnehmen kann, sagte Marks.

Lotta, also Jasmina Marks, schaut mit offenen Augen und hinterfragt. Aber sie schaut auch mit dem Herzen im Glauben an Gott. So heißt es etwa in einer Textpassage: „Nur weil jemand, wer auch immer es sein mochte, ihr vorgab, was sie zu denken oder besser noch zu fühlen hatte, war Lotta noch lange nicht der Meinung, dass sie sich unterzuordnen hatte. NEIN! Jedenfalls nicht einfach so.“

In ihrem Roman erzählt Marks nicht ihre eigene Geschichte, die hat sie in ihren anderen Büchern geschildert, jetzt veröffentlicht sie ihre aktuellen Gedanken. „Heute gibt Gott mir die Kraft, dass ich die Dinge ändere“, sagte die Autorin.

Nach der Leseprobe spendeten die Zuhörer der Autorin herzlichen Beifall und diskutierten intensiv mit ihr über „Lottas Gedanken“. Der Roman ist im Wagner-Verlag erschienen.


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