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Studenten erarbeiteten Vorschläge Haren:Einzelhandel soll sich entfalten können

Von Willi Rave

Haren. Studierende der Technischen Universität Dortmund haben sich im letzten Wintersemester im Seminar „Stadtformen“ mit den städtebaulichen Strukturen in der Ems-Dollart-Region auseinandergesetzt und die für den Bereich orts- und regionaltypischen Architekturelemente analysiert.

In einem Praxisteil haben die Studierenden ihre gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Entwürfe an städtebaulich bedeutsamen Standorten in Haren planerisch umgesetzt. Wie Dr.-Ing. Architekt Alexander Pellnitz, wissenschaftlicher Leiter am Deutschen Institut für Stadtbaukunst an der TU Dortmund, in der Sitzung des Harener Ausschusses für Bauen und Planung erklärte, sei es darum gegangen, „aus dem Vorhandenen etwas Neues zu entwickeln, das sich wiederum auf die Grundsubstanz bezieht“.

In der konkreten Aufgabenstellung seien Lösungsvorschläge zu aktuellen Fragestellungen zur Stärkung der touristischen Identität, Innenverdichtung unter demografischen Aspekten sowie Schaffung von großen, flexibel vermietbaren Verkaufsflächen für den Einzelhandel sichtbar gemacht worden.

Analyse zu Beginn

Wie Stadtbaurat Thimo Weitemeier mit Blick auf die von den Studenten erarbeiteten Pläne und Modelle erklärte, habe am Beginn eine Analyse der Region gestanden, wobei die individuellen, standorttypischen Merkmale berücksichtigt worden seien, um die Einzigartigkeit der Region hervorzuheben. Letztlich sei es darum gegangen, der immer stärker zunehmenden Vereinheitlichung städtischer Erscheinungsbilder einen regional geprägten Städtebau entgegenzusetzen.

Bürgermeister Markus Honnigfort und Sprecher von CDU und SPD würdigten die Arbeit der Studenten als „hervorragendes Anschauungsmodell“ für die Entwicklung der Stadt Haren. „Wir wollen eine Entwicklung, die vor allem auch dem Einzelhandel in der Innenstadt Entfaltungsmöglichkeiten eröffnet“, unterstrich Honnigfort.

Freiraumkonzept

Um das vom Verwaltungsausschuss im April vergangenen Jahres beschlossene Freiraumkonzept, dessen Ziel es ist, für die aus städtebaulichen Gründen schützenswerten Bereiche des Stadtgebietes Handlungsempfehlungen für künftige Bauleitplanungen und sonstige städtebauliche Maßnahmen zu entwickeln, ging es in den Ausführungen von Diplomingenieur Johannes Ramsauer von der NWP Planungsgesellschaft, Oldenburg. Sein Büro hatte hierzu ein erstes Konzept entworfen, das im Stadtgebiet den außerhalb der Bauflächen gelegenen Raum zwischen Landegge, Wesuwe und westlich der A31 betrachtet und dabei den Fokus auf dieBereiche Tourismus und Erholung, Wald sowie Naturschutz- und Überschwemmungsgebiete gerichtethatte.

Der Bauausschuss stimmte dem Entwurf zum Freiraumentwicklungskonzept zu und empfahl dem Rat, die Verwaltung mit der Weiterentwicklung zu beauftragen.


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