Besuch aus Tansania begrüßt Schüler lernen gemeinsam in Haren und Litembo

Von Constanze Lerch

Maria Meiss, Father Ngahi, Kathrin Wolf und Michael Heuking freuen sich über das erste Zusammentreffen in Haren. Foto: Constanze LerchMaria Meiss, Father Ngahi, Kathrin Wolf und Michael Heuking freuen sich über das erste Zusammentreffen in Haren. Foto: Constanze Lerch

Haren. „Karibu Sana“ - das heißt „Herzlich Willkommen“ auf Kisuhaeli, einer Sprache der Menschen im afrikanischen Tansania. Mit diesen Worten begann die kleine, bunte Begrüßungsfeier, mit der das Gymnasium Haren seine Gäste Father Ngahi, Father Ndongola und Maria Meiss willkommen hieß.

Seit 2010 besteht die Schulpartnerschaft des Gymnasiums Haren mit der Secondary School Litembo, Tansania. Father Ngahi, der Pfarrer in Litembo ist und als Mentor die Beziehungen zwischen den Schulen aufrechterhält, besuchte die Stadt im Emsland. Mit ihm nach Deutschland gekommen waren außerdem sein Weggefährte Father Ndongola und Maria Meiss, seit 50 Jahren Krankenschwester in Tansania.

Die Initiatorin der Schulpartnerschaft und Vermittlerin zwischen den beiden Schulen, Carmen Breuckmann-Giertz, konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht an der Begegnung teilnehmen. Über das Telefon wurde ihr aber in Form von lang anhaltendem Applaus die Anerkennung des Publikums für ihr großes Engagement übermittelt.

Eine besondere Idee zur Begrüßung hatte sich die Klasse 6b ausgedacht. Mit kurzen - teilweise ironischen, teilweise ernst gemeinten - Sätzen auf Englisch stellten sie den Gästen ihre Schule vor.

Kathrin Wolf, die im März 2013 zusammen mit Carmen Breuckmann-Giertz die Partnerschule besucht hatte, erzählte dem Publikum von ihrer ersten Begegnung mit Father Ngahi. Bei der Begrüßung habe er sie mit offenen Armen und einem strahlenden Lächeln empfangen, betonte Kathrin Wolf. In keinem Land sei ihr so viel Wärme und Freundlichkeit entgegengebracht worden wie bei ihrer Ankunft in Tansania.

Afrikanisches Lebensgefühl wurde auch durch den von Thomas Stegemann geleiteten Chor transportiert. So wurde von diesem beispielsweise das Lied „Kymbayah“ vorgetragen, das afrikanischen Ursprungs ist.

Ziel der Reise nach Deutschland sei es neben dem Kennenlernen des Gymnasiums Haren auch über aktuelle Projekte an der Secondary School zu berichten, erklärte Schulleiter Michael Heuking.

Hoffnungswünsche

Dass Father Ngahi auch schon das ein oder andere Wort Deutsch beherrscht, bewies dieser, als er das Publikum mit den im Norden Deutschlands allseits bekannten „Moin“ begrüßte. Über seinen ersten Besuch in Haren freue sich der Pfarrer aus Litembo besonders, weil er die Atmosphäre am Gymnasium endlich selbst miterleben könne. Er berichtete, dass sich die Schüler an der Secondary School vor allem über die von der Harener Schule erhaltenen Pullover sehr gefreut haben und fügte mit einem Schmunzeln hinzu, dass die Kinder diese am liebsten jeden Tag tragen würden. Die Freundschaft zwischen den beiden Schulen führe dazu, dass beide Seiten voneinander lernen, und zeige, dass die Welt wirklich eins sein kann.

Als Willkommensgeschenk wurde Father Ngahi eine besondere Aufmerksamkeit überreicht. Kathrin Wolf hatte für den Pfarrer eine kleine Engelsfigur, die eine Kerze in den Händen hält, beschafft. Das kleine Kunstwerk trägt den Namen „Hoffnungswünsche“. „Wir finden, das passt perfekt zu Father Ngahi, der für die Schulen einen Mentor darstellt und die Gedanken beider Seiten vermittelt und übersetzt“, betonte Wolf. Insbesondere der Wunsch Father Ngahis nach einer Perspektive für die Jugend stelle einen entscheidenden Punkt in der Arbeit der Partnerschaft dar. Die Hoffnung beider Seiten nach einer erfolgreichen Zukunft für diese soll verwirklicht werden. Ziel dieser Partnerschaft sei es deshalb, über den Tellerrand zu schauen und neue Perspektiven zu entwickeln.. Ziel dieser Partnerschaft sei es deshalb, über den Tellerrand zu schauen und neue Perspektiven kennenzulernen. In der Begegnung mit den Schülern in Tansania sei ihr besonders das Feuer in ihren Herzen aufgefallen, sagte Kathrin Wolf. Ihre Hoffnung für die deutschen Schüler sei es deshalb, dass durch die Partnerschaft auch das Feuer in ihren Herzen entzündet wird.