zuletzt aktualisiert vor

Klangvolles Gotteslob auf hohem Niveau Jubiläumskonzert im Emslanddom Haren mit Bannerweihe

Von Willi Rave

Meine Nachrichten

Um das Thema Haren Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ein neues Banner erhielt der Kirchenchor Musica, das Präses Pfarrer Günter Bültel segnete. Von links: Hermann Leggedör, Harald Steinborn, Jan Dickmann und Leni Gerdelmann. Foto: RaveEin neues Banner erhielt der Kirchenchor Musica, das Präses Pfarrer Günter Bültel segnete. Von links: Hermann Leggedör, Harald Steinborn, Jan Dickmann und Leni Gerdelmann. Foto: Rave

Haren. Schon oft ist in der vor 100 Jahren geweihten St.-Martinus-Kirche Haren das Gotteslob erklungen. Selten wurde es so makellos und auf einem derart beachtlich hohen Niveau wie am Samstagabend von rund 200 Sängerinnen, Sängern und Musikern beim Jubiläumskonzert zum 100. Weihetag des Emslanddomes dargeboten.

Als nach zwei Stunden die letzten Akkorde der „Ode an die Freude“ verklangen, erhoben sich die Besucher in der bis zum letzten Platz besetzten Kirche und spendeten den sechs Chören und der Kolpingkapelle Haren und ihren musikalischen Leitern minutenlang Beifall. Viele schauten auf die Uhr und waren erstaunt, wie schnell die Zeit vergangenen war. Mit dem bekannten „Lobet den Herrn der Welt“, ursprünglich als „Trumpet Voluntary“ von Henry Purcell komponiert, setzte die Gemeinschaft aller sechs Chöre unter der Leitung von Georg Kühn einen klangvollen Auftakt.

Der Harener Familienchor setzte das Programm unter Leitung von Sascha Lüssing mit „Du für mich“ aus dem Bereich der neuen geistlichen Lieder und „Leben aus Gottes Kraft“ nach einer Melodie von Johannes Matthias Roth, gesungen in einem Satz des langjährigen Regionalkantors Karl-Bernhard Hüttis, fort.

Der Cäcilienchor Wesuwe hatte mit seinem Dirigenten Anton Dreyer das 1934 von Georg Thurmair getextete „Mein Gott, wie schön ist deine Welt“ einstudiert und trug dieses mitreißende Lob auf die Schöpfung aus vollem Herzen vor. Der Emmelner Kirchenchor „erzählte“ die alte russische Klosterlegende von den zwölf Räubern.

Meistgesungen

Anita Schepers hatte mit den Sängern der Pfarrfamilie St. Josef zudem die Komposition „Glauben hilft leben“ von Robert Pappert einstudiert. Papperts Werke zählen zu den meistgesungenen der Chorwelt. Als „Botschafter unseres gemeinsamen Verständnisses von gelebter Ökumene“ kündigte Moderator Holger Cosse den Heinrich-Schütz-Chor der evangelisch-lutherischen St.-Johannis-Gemeinde Haren an. Unter der Leitung von Joachim Trümper sang der gemischte Chor mit ansteckender Begeisterung den an den Psalm 9 angelehnten Text „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen“.

Ein Highlight im Programm setzte der Männergesangverein Concordia. Dirigiert von Georg Kühn und an der Orgel begleitet von Harald Steinborn, sang er aus der Missa Brève von Carles Gounod das Kyrie und das Gloria. Der Kirchenchor Musica, dessen neues Banner Pfarrer Günter Bültel im Rahmen des Jubiläumskonzertes segnete, sang sich mit „Jubilate Deo“ und „Das Licht des Tages ist zerronnen“ von Colin Mawby in die Herzen der Zuhörer. Über die Leistungen der Kolpingkapelle Haren und ihren Dirigenten Wilfried Krüger viele Worte des Lobes zu verlieren hieße Eulen nach Athen tragen.

Mit dem „Arioso“, einem der bekanntesten Werke von Johann Sebastian Bach, und dem „Finale“ des Franzosen Camille Saint-Saëns bewiesen die Musiker wieder einmal, dass sie zu den leistungsfähigsten Orchestern im Emsland zählen. Die beiden Organisten Sascha Lüssing und Harald Steinborn, dem als Dirigenten der Musica die Gesamtleitung oblag, wurden insbesondere für ihre Improvisationen auf der großen Kreienbrink-Orgel mit reichlich Beifall bedacht.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN