Doppelerfolg für Knoll und Röchling Zwei Harener sind landesbeste Auszubildende

Hendrik Fehrmann an seinem Arbeitsplatz bei Röchling in Haren. Foto: RöchlingHendrik Fehrmann an seinem Arbeitsplatz bei Röchling in Haren. Foto: Röchling

Haren. Gleich zwei Harener haben es in diesem Jahr in die Bestenlisten der Auszubildenden in Niedersachsen geschafft: Johannes Theisling ist landesbester Auszubildender im Beruf „Beton- und Stahlbetonbauer“, bester Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ist Hendrik Fehrmann.

Beide erreichten die Note "sehr gut" und machten ihre Ausbildungsbetriebe Knoll und Röchling stolz. Die Industrie- und Handelskammer Niedersachsen zeichnet Jahr für Jahr die besten Nachwuchskräfte der einzelnen Branchen aus, in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg  waren in diesem Jahr 107 junge Frauen und Männer aus ganz Niedersachsen gemeinsam mit Eltern und Ausbildern dabei. 

Alle hatten ihre Abschlussprüfung mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen. Auch Hendrik Fehrmann hatte sich diese Auszeichnung redlich verdient, schließlich war am Ende in seinem Fach niemand besser als er. Entsprechend groß war die Freude bei der Verleihung: „Es ist schön, dass sich die Leistung in den letzten Jahren ausgezahlt hat und man in diesem Rahmen gemeinsam geehrt wird“, freute sich der 26-jährige.

Dabei ist die Auszeichnung für Fehrmann nach Mitteilung seines Unternehmens auch persönlich ein großer Erfolg. Denn nach seinem Abitur in Haren hatte er zunächst drei Semester Maschinenbau studiert. Als er jedoch merkte, dass dies beruflich nicht das richtige für ihn war, brach er das Studium ab und begann 2016 eine Ausbildung bei Röchling. 

Landesbester aus Haren: Hendrik Fehrmann (Mitte) schloss seine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bei Röchling mit der Note „sehr gut“ ab – er nahm die Auszeichnung entgegen von Dr. Thomas Hildebrandt (li.), Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, und Gert Stuke (re.), Präsident der IHK Niedersachen Foto: Andreas Burmann

Das technische Wissen, das er in seinem Studium erworben hatte, konnte er dort schließlich umso mehr einsetzen – und wie sich zeigte, mit großem Erfolg. Die eigentlich drei Jahre dauernde Ausbildung konnte er aufgrund seiner guten Leistungen auf zweieinhalb Jahre verkürzen.

„Ich war technisch schon immer sehr interessiert. Ich freue mich, dass ich bei Röchling diesen Schritt machen konnte und an den modernen Maschinen und Anlagen im Unternehmen lernen kann. Man wird hier sehr schnell in alle Abläufe integriert und erhält Unterstützung von den Ausbildern“, hebt Fehrmann hervor.

Von Beginn an viel Einsatz

Auch sein Ausbilder Heiner Tieben, Meister im Qualitätswesen bei Röchling, war mit dem Abschluss sehr zufrieden: „Hendrik hat von Beginn an viel Einsatz und Begeisterung gezeigt. Wir freuen uns sehr über sein Prüfungsergebnis.“ Personalreferentin Renate Telgenkämper fügte hinzu. „Hendrik hat auch gezeigt, dass man einen Studienabbruch zu einem Startschuss für einen neuen erfolgreichen, beruflichen Weg machen kann. Wir legen viel Wert darauf, dass die Auszubildenden früh in die Abläufe und Prozesse bei uns eingebunden werden. Jeden Tag erhalten sie so Praxiswissen aus erster Hand.“

Praxiswissen aus erster Hand

Insgesamt lernen bei Röchling in Haren zurzeit 55 junge Menschen in 13 verschiedenen kaufmännischen und gewerblichen Berufsbildern. In diesem Jahr haben 22 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung begonnen.  

Fehrmann arbeitet nach seinem Abschluss jetzt in der Extrusion, wo Röchling Platten aus thermoplastischen Kunststoffen herstellt, die in der ganzen Welt zum Einsatz kommen. Für den Ausbildungsjahrgang 2020 hat seit einigen Wochen hingegen die Bewerbungsphase begonnen. Interessierte können sich über die verschiedenen Ausbildungsberufe bei Röchling auf der Webseite des Unternehmens informieren.

Die moderne Welt ist ohne Kunststoffe heute nicht denkbar: Ein Brötchen essen, mit der Bahn fahren, auf den Spielplatz gehen, in den Pool springen. Bauteile aus Kunststoff spielen bei der Herstellung vieler Güter oder in der Anwendung selbst eine wichtige Rolle. Voraussetzung dafür ist jedoch die fachgerechte Produktion der Kunststoffprodukte. Das übernehmen die Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Sie sind Spezialisten für alle Maschinen, die für die industrielle Kunststoffherstellung eingesetzt werden. Mit ihrem Fachwissen sorgen sie im gesamten Herstellungsprozess für einen reibungslosen Ablauf.  

Zweimal Top-Ausbildungsbetrieb

Auch Johannes Theisling ist landesbester Auszubildender der IHK Niedersachsen, und zwar im Beruf „Beton- und Stahlbetonbauer“. Gelernt hat er bei der Firma Knoll in Haren. Johannes Theisling wird nun ein duales Studium zum Baubetriebswirt beginnen. 

Johannes Theisling ist bester Azubi seines Fachs. Foto: Andreas Burmann

Die IHK lobt: "Eine engmaschige Betreuung im Betrieb, eigenverantwortliche Arbeitsbereiche, Einbindung in aktuelle Projekte sowie die stetige Weiterentwicklung der Ausbildungsstrukturen bilden bei Knoll das Fundament für einen erfolgreichen Berufsstart." Im August haben elf neue Azubis im Betrieb begonnen, das Unternehmen setzt umfangreiche Bemühungen in die Nachwuchsbindung.

Dass die beiden zu den besten Azubis ihres Fachs geworden sind, ist derweil kein Zufall: Das Bauunternehmen Knoll ist ebenso wie Röchling Haren von der IHK als "TOP-Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet worden. 


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