Bilingualer Unterricht Martinus-Oberschule erneut als Europaschule ausgezeichnet

Freuen sich über die Auszeichnung: Erster Stadtrat Dieter Sturm, Gitta Connemann, Schülersprecherin Charlotte Stroot, Schulleiterin Renate Albers-Stahl und Regierungsschuldirektor Jan Heinemann (v.l.). Foto: Stadt HarenFreuen sich über die Auszeichnung: Erster Stadtrat Dieter Sturm, Gitta Connemann, Schülersprecherin Charlotte Stroot, Schulleiterin Renate Albers-Stahl und Regierungsschuldirektor Jan Heinemann (v.l.). Foto: Stadt Haren

Haren. Als eine von wenigen Oberschulen in Niedersachsen ist die Martinus-Oberschule Haren (Ems) zum wiederholten Male für weitere fünf Jahre als Europaschule ausgezeichnet worden. Das Land würdigt damit das Engagement der Schulgemeinschaft im Unterricht und darüber hinaus auch Projekte und Auslandsaufenthalte. Die Laudatio hielt die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann.

Schülerinnen und Schüler begrüßten die Gäste in ihrer Muttersprache, auch Plattdeutsch gehörte dazu. Die Schülerschaft setze sich derzeit aus 25 verschiedenen Nationalitäten zusammen, erläuterte Schulleiterin Renate Albers-Stahl. Sie erinnerte daran, dass die erste Auszeichnung als Europaschule einst für die Realschule verliehen worden sei. Mit dem Zusammenschluss mit der Haupt- zur Oberschule habe man die europäischen Leitideen übernommen und weiter ausgebaut.

Dies würdigte Regierungsschuldirektor Jan Heinemann bei der Übergabe der Urkunde. Die Zertifizierung als Europaschule erfordere erhebliche Vorarbeit und müsse sich in der täglichen Arbeit der Schule wiederfinden. Dass dies an der Martinus-Oberschule so ist, bewiesen mit Lale de Witt und Jule Voss zwei ehemalige Schülerinnen. 

Mehrsprachiger Unterricht 

Sie berichteten über die vielfältigen Möglichkeiten, im bilingualen naturwissenschaftlichen Unterricht, in Wahlpflichtkursen oder bei Projekten sich mit Fremdsprachen und anderen Kulturen vertraut zu machen. Höhepunkte seien die Auslandsfahrten, die an der Martinus-Oberschule sowohl nach Frankreich, wie auch nach England, in die Niederlande und nach Italien angeboten werden würden.

Connemann verwies in ihrer Ansprache auf ihre eigenen familiären Wurzeln, da ihre deutsch-niederländische Verwandtschaft in beiden Ländern beheimatet sei. Nach den Ressentiments der Nachkriegszeit würden sich familiäre Konflikte heute nur noch bei Spielen der Fußballnationalmannschaften ergeben. Sie betonte die friedenstiftende Bedeutung der Europäischen Union und stellte die jahrelangen Diskussionen über den Austritt Großbritanniens als warnendes Beispiel dar. Sie ermutigte die Schülerinnen und Schüler, engagiert für die europäischen Werte einzutreten. 

Erster Stadtrat Dieter Sturm dankte ausdrücklich dem Kollegium für den zusätzlichen Einsatz. Neben der hervorragenden Integration von neuen Schülerinnen und Schülern gelinge es der Martinus-Oberschule auch, neben den erforderlichen Unterrichtsinhalten, wichtige Akzente zum Thema Europa zu setzen. Mit dem benachbarten Kreisgymnasium seien beide Schulen im Schulzentrum derzeit als Europaschule zertifiziert. Dies passe sehr gut zu den jahrelangen Partnerschaften der Stadt nach Polen, Frankreich und in die Niederlande. 


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