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Rat Haren beschließt Bebauungsplan Keine Freilandhaltung für Hühner in Emmeln

Die Freilandhaltung von Legehennen wird in Emmeln nicht erlaubt. Andere Haltungsformen sind aber möglich. Foto: Tobias BöckermannDie Freilandhaltung von Legehennen wird in Emmeln nicht erlaubt. Andere Haltungsformen sind aber möglich. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Der Harener Stadtrat hat die 114. Änderung des Flächennutzungsplanes „Nördlicher Siedlungsrand der Ortschaft Emmeln“ beschlossen. Darin geht es darum, den Bau von Tierställen zwar zu genehmigen, dabei aber Auflagen zu machen, was Standort und Haltungsform angeht.

Das gemeindliche Einvernehmen für zwei Tierhaltungsanlagen in diesem Bereich war bereits im Dezember erteilt worden (wir berichteten mehrfach). Genehmigungen werden von der Stadtverwaltung demnach nur noch dann erteilt, wenn sie dem von der Stadtverwaltung ersonnenen Drei-Zonen-Modell entsprechen. Konkret ging es unter anderem um einen geplanten Legehennenstall, der ursprünglich als Freilandanlage errichtet werden sollte. Aus seuchenhygienischen Gründen zum Schutz der Schlachterei Emsland Frischgeflügel schließt der Bebauungsplan Freilandhaltung aus – unter anderem Bodenhaltung ist aber möglich. Die endgültige Baugenehmigung muss der Landkreis Emsland erteilen.

Werner Sanders (CDU) betonte, alle eingegangenen Stellungnahmen der Fachstellen, inklusive die der Landwirtschaftsvertreter, beurteilten das Vorhaben positiv, weshalb die CDU zustimme. Die tat auch die SPD. Heinz Pinkernell betonte aber, seine Partei verlasse sich darauf, dass die Stadtverwaltung den Vorgang auf Rechtssicherheit geprüft habe. Dies sei auch in das Sitzungsprotokoll aufzunehmen. Die Sachlage sei sehr komplex, die Verwaltung habe hervorragende Arbeit geleistet.

Bürgermeister Markus Honnigfort widersprach. „Auch wir verlassen uns auf die Einschätzung von Fachstellen, die wir angehört haben. Wir haben nach bestem Wissen abgewogen und sind sicher, dass wir im Recht sind.“ Bei einer Enthaltung aus der CDU stimmte der Rat zu. CDU-Ratsherr Jens Engelken wirkte an der Entscheidung nicht mit, weil es um den Stall seines Onkels ging.

Der Rat nahm dann zur Kenntnis, dass die Stadt Haren 2011 überplanmäßige Energiekosten in Höhe von rund 175000 Euro bezahlen musste. Wer in Haren Häuser oder Geschäfte baut und im Ausnahmefall nicht in der Lage ist, notwendige Parkplätze zu bauen, muss in Zukunft erhöhte Ausgleichssätze bezahlen. Je nach Stadtgebiet kostet dies bis zu 5000 Euro pro Einstellplatz.


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