Erste Auflage ein Erfolg Harener Searun-Projekt spendet 10000 Euro

Mehr als 1000 Zuschauer säumten den Streckenrand und bevölkerten beim Searun im Mai das Gelände am Sandhügel. Fotos: Martin ReinholzMehr als 1000 Zuschauer säumten den Streckenrand und bevölkerten beim Searun im Mai das Gelände am Sandhügel. Fotos: Martin Reinholz

Haren. Sich Quälen für eine gute Sache: Die Teilnehmer des ersten Harener Sea-Sheperd-Charity-run haben das Ende Mai gern getan. Und das mit Erfolg: Die Organisatoren haben jetzt 10000 Euro an drei gemeinnützige Institutionen gespendet.

Mitglieder des Searun-Vorbereitungsteams rund um Dr. Bernd Lohmann vom Boxclub Haren e. V. überreichten vor kurzem einen symbolischen Geldbetrag an Lea Seipelt (Bildmitte) und Holger Heinicke (links oben) von Sea Shepherd Deutschland. Foto: Searun

Mit der in der Kurzform nur „Searun“ genannten Veranstaltung hatten die Organisatoren erstmals einen großen Outdoor-Hindernislauf am Dankernsee in Haren veranstaltet, maßgeschneidert für Menschen, die den ultimativen Kick, die sportliche Herausforderung, den Reiz, bis an die persönliche Grenze zu gehen, suchen. Deshalb boomen Veranstaltungen unter Labels wie „Tough mudder“ oder „Strong viking“ bundesweit – nur das die meistens kommerziell veranstaltet werden. 

Beim Sea Shepherd Charity Run in Haren war von Anfang an alles ehrenamtlich angelegt. Entstanden war die Idee beim Box-Club Haren und seinem Vorsitzenden Bernd Lohmann, der Hauptinitiator und Motor während der einjährigen Vorbereitungszeit gewesen war.

Von Anfang an war klar, dass ein etwaiger Erlös nicht den Veranstaltern zufließen würde, sondern in erster Linie der Meeresschutzorganisation Sea Sheperd und an den den Förderverein der Johannesburg Surwold gehen würde.

„Mit rund 1000 Startern wurde der Searun dann nicht nur zu einem der teilnehmerstärksten sportlichen Events des Emslands in diesem Jahr, sondern mit einem fünfstelligen Spendenbetrag auch eine der erfolgreichsten ehrenamtlichen Wohltätigkeitsveranstaltungen“, resümiert Bernd Lohmann.


„Ermöglicht wurde dies durch eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung von etlichen Vereinen, wie allen voran dem Mitveranstalter TuS Haren, außerdem den Taucherflöhen Emsland, dem Stadtjugendring Haren, den Altharener Pfadfindern und Koioro aus Lingen, 27 emsländischen Firmen und rund 150 Privatpersonen, die sich auf vielfältigste Art und Weise und mit großem Engagement für die gute Sache eingesetzt haben und das neunköpfige Vorbereitungsteam bei seiner Arbeit unterstützt haben“. Insgesamt seien im Laufe der einjährigen Vorbereitungszeit deutlich über 3000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit in das Projekt investiert worden, berichtet Lohmann weiter.  

Nun haben die Mitstreiter das Spendengeld übergeben. Mit 6000 Euro, floss der Hauptteil der Spendensumme an Sea Shepherd, den Namenspaten des Projektes. 3000 Euro erhielt der Förderverein der Johannesburg e. V., „ohne dessen umfangreiche personelle Mitwirkung der Lauf kaum möglich gewesen wäre“. 1000 Euro der Spendensumme flossen an den Mitveranstalter TuS Haren.

Der Boxclub Haren e. V., der das Projekt federführend leitete und gemeinsam mit dem 3life Haren den Hauptteil der Lasten getragen hat, verzichtet demnach auf eine Aufwandsentschädigung zugunsten der Charity-Partner.


Ob sich die Sportler im nächsten Jahr auf den Searun 2020 freuen dürfen, ließ Lohmann zu diesem Zeitpunkt offen. Zwar habe es nicht nur von Seiten des Grundstückseigentümers, der Familie von Landsberg Velen, des Ferienzentrums Dankern und vielen Teilnehmern außerordentlichen Zuspruch gegeben und man verfüge bereits über die behördlichen Genehmigungen, auch in den kommenden Jahren einen Lauf zu realisieren. Gestärkt durch einen großen Schatz neu hinzugewonnener Erfahrungen wolle man sich aber zunächst auf seine Kernaufgaben, den Boxsport konzentrieren. 


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