Schwertransporte durch die Region Endspurt für die Erdkabelbaustelle in Haren

Von pm

Über den Wasserweg aus der Schweiz ins Emsland gekommen sind die Kabeltrommeln, die inzwischen entladen wurden. Foto: Björn BehrensÜber den Wasserweg aus der Schweiz ins Emsland gekommen sind die Kabeltrommeln, die inzwischen entladen wurden. Foto: Björn Behrens

Haren. Sie lagern seit Kurzem im Eurohafen Emsland: insgesamt 18 Kabeltrommeln, jede mit einem Durchmesser von viereinhalb Metern und einem Gewicht von rund 48 Tonnen. Deren Ziel ist die Kabelbaustelle des Übertragungsnetzbetreibers Tennet in Haren.

Ab dem 21. Mai geht es hier laut einer Pressemitteilung von Tennet mit dem letzten, großen Arbeitsschritt los: Die stromführenden Kabel werden durch die insgesamt zwölf Leerrohre gezogen, die in den letzten Monaten in die Erde gebaut wurden. In einer symbolischen Übergabe des Leerrohrbauwerks feierten Tennet, Eigentümer und Landnutzer im Erdkabel-Infozentrum (EKIZ) Dankern den Abschluss der Tiefbauarbeiten zwischen Dankern und Segberg.

Bislang sind die Kabeltrommeln über den Wasserweg aus der Schweiz bis hoch ins Emsland gekommen und wurden dort inzwischen entladen. Die letzten Kilometer vom Hafen bis zur Baustelle müssen sie nun per Schwertransporter zurücklegen. Aufgrund des Gewichts und der Größe kann ein einzelner Schwerlasttransporter jeweils nur eine Kabeltrommel mit einem Kilometer aufgespultem Erdkabel aufnehmen.

Verbindungen

Planmäßig wird die Transportstrecke vom Eurohafen über die B 408, über Rütenbrock, Lindloh und Haar führen, um schließlich an der Erdkabeltrasse anzukommen. Ziele sind die Kabelübergangsanlagen und Muffenstandorte, an denen die Kabel jeweils verbunden werden.

Ebenfalls täglich erreicht ein zweiter Schwertransport aus dem Rheinland über die A31 die Baustelle. In den kommenden fünf bis sechs Wochen werden somit nahezu täglich – ausgenommen Wochenenden und Feiertage – zwei Kabeltrommel die Baustelle in den frühen Morgenstunden erreichen, sodass zwei Kilometer Kabel am Tag gezogen werden können. „Tennet bittet um Verständnis für etwaige Störungen und versucht, Behinderungen soweit wie möglich zu minimieren“, hieß es.


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