Einzug im April Gemeindezentrum St. Martinus Haren bald fertig

Das Gebäude rechts beherbergt bald die Bücherei. Daneben ziehen die Gemeinde und soziale Dienste ein. Foto: Tobias BöckermannDas Gebäude rechts beherbergt bald die Bücherei. Daneben ziehen die Gemeinde und soziale Dienste ein. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Seit Dezember 2017 laufen die Bauarbeiten am neuen Gemeindezentrum St. Martinus in Haren. Ende April soll das Untergeschoss nun schon bezogen werden. Ein Baustellenbesuch.

Rund 2,85 Millionen Euro hatte die Kirchengemeinde zum Baustart eingeplant und am Ende werde man dort wohl auch landen, berichteten Thomas Honigfort und Gerd Zimmermann vom Kirchenvorstand, sowie Markus Sellmeyer vom Bistum Osnabrück bei einer Besichtigung. Das neue Gemeindezentrum liegt direkt gegenüber dem Dom und dem Seniorenzentrum St. Martinus – „optimal“, wie man vor zwei Jahren entschied und deshalb ursprüngliche Pläne änderte. 

Der Blick vom Dach des Harener Doms auf das Gemeindezentrum. Foto: Tobias Böckermann


Denn eigentlich hatte auf den Grundstücken, auf denen nun das Gemeindezentrum samt Gemeindesaal und Bücherei entsteht, das Seniorenzentrum erweitert werden sollen. Dann aber entstand ein besserer Plan: Nun sollten hier im Gemeindezentrum wichtige Angebote der Kirche zusammengelegt und modernisiert und dafür alte Standorte aufgegeben werden. Im ersten und zweiten Stock sollten zehn barrierefreie Wohnungen entstehen, die das Seniorenzentrum St. Martinus betreut.

Der Gemeindesaal lässt sich in bis zu vier Einheiten unterteilen. Das berichteten Thomas Honigfort und Gerd Zimmermann vom Kirchenvorstand, sowie Markus Sellmeyer vom Bistum Osnabrück. Foto: Tobias Böckermann


„Eine gute Entscheidung“, wie Thomas Honnigfort heute sagt. Ende 2017 rollten dann die Bagger an und einige alte Gebäude auf dem ebenfalls im Gemeindebesitz befindlichen Grundstücken fielen, der Neubau begann.



Inzwischen wärmt die Heizung den Neubau, sind die Maler in vielen Räumen bereits gewesen, wird der Aufzug für den Wohnbereich installiert. Auch in der zukünftigen Bücherei lässt sich der Zuschnitt samt Spielecke bereits erkennen, tiefe Schächte versorgen den Keller unter dem Gebäude mit Tageslicht – hier erhält die Jugend ein eigenes Reich samt eigenem Eingang.

Die Zusammenlegung der verschiedenen Einrichtungen an einem zentralen Ort soll unter anderem eine bessere Wahrnehmung von Kirche und gemeindlichem Leben ermöglichen. Am Martinusplatz wird ein offener Treffpunkt für alle Altersgruppen entstehen, unabhängig von der Konfessionszugehörigkeit. Deshalb werden auch die Angebote des Hauses der sozialen Dienste, das bislang in der Kirchstraße 25 beheimatet ist, und des Bischof-Demann-Hauses (Kolpingplatz) nun in das neue Gemeindezentrum verlegt. 

So sah das Gebäudeensemble vor dem Abriss aus.

Der 165 Quadratmeter große Gemeindesaal lässt sich in vier einzelne Räume aufteilen und erhält eine Schrankwand, in der die einzelnen Gruppen ihre Utensilien unterbringen können – und das alles in bester Lage direkt gegenüber dem Harener Dom.

Das gilt auch für die Wohnungen in den beiden oberen Stockwerken. „Die Nachfrage danach war enorm“, berichtet Gerd Zimmermann. „Direkt nachdem wir die Planungen bekannt gemacht hatten, hätten wir alle sofort vermieten können.“ Das sei inzwischen auch geschehen – die zwischen 60 und deutlich über 100 Quadratmeter großen Wohnungen sind an Senioren vermietet worden, die die Nähe und Unterstützung der Pflegeeinrichtung schätzen und benötigen.

Insgesamt kostet der Neubau 2,855 Millionen Euro. Zuschüsse für das rund 1,3 Millionen Euro teure eigentliche Gemeindezentrum geben die Stadt Haren und der Landkreis Emsland in Höhe von jeweils 200000 Euro. Das Amt für Regionale Landentwicklung (ArL) steuert aus EU-Mitteln des sogenannten ZILE-Programms (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) 250000 Euro bei. Das Bistum Osnabrück gibt 250000 Euro und die Gemeinde plant, durch den Verkauf der beiden dann nicht mehr benötigten alten Immobilien rund 580000 Euro einzunehmen.



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