Kena Hüsers´ Lesung kommt gut an Dauerschmunzeln auf dem Harener Kulturschiff

Von Gerd Mecklenborg

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Kena Hüsers las aus ihrem neuen Roman „Postfaktisch bin ich ne Niete“. Passend zur Lesung die Musikauswahl von Myra Schulte & Luuk Smit. Foto: Gerd MecklenborgKena Hüsers las aus ihrem neuen Roman „Postfaktisch bin ich ne Niete“. Passend zur Lesung die Musikauswahl von Myra Schulte & Luuk Smit. Foto: Gerd Mecklenborg

Haren. „Ausverkauft“ hat es an der Gangway zum Kulturschiff an der „Blauen Donau“ in Haren-Raken geheißen. Dort gastierten am Samstagabend die Autorin Kena Hüsers und das Musikduo Myra Schulte & Luuk Smit.

Begrüßt wurden die Zuhörer „unter Deck“ von Julian Geering, vom Verein Klangkultur Emsland e.V. „Wir freuen uns sehr, dass auch die Kombination Lesung und Livemusik so gut ankommt, denn das ist die erste Veranstaltung in dieser Art für uns hier auf dem Schiff “, sagte Geering, bevor er die Bühne für Myra Schulte & Luuk Smit freigab. Die Musiker stimmten dann ihren ersten Block mit Liedern von Friedrich Hollaender und Musik von George Gershwin an. Die Musikauswahl passe sehr gut zur Lesung“, sagte die Theaterpädagogin und Sängerin Myra Schulte, die von dem Keyboarder und Dozent für elektronischer Musik Luuk Smit am E-Piano begleitet wurde, in ihrer Anmoderation. „Denn wir haben Lieder mitgebracht, die von Frauengeschichten aus den 1920er und 1930er Jahren erzählen“.

Frauengeschichten aus der Gegenwart hatte dann die Autorin Kena Hüsers dabei, die 2018 mit dem Ehm-Welk-Literaturpreis ausgezeichnet worden ist. So erfuhren die amüsiert lauschenden Zuhörer mit einem Dauerschmunzeln im Gesicht einiges über die 46-jährige Kulturjournalistin Lea, die versucht mit einem Life-and-Work-Optimizing-Seminar ihre Karriere anzuschubsen. Was Lea und andere Teilnehmer dort erleben, beschreibt die Autorin in ihrem neuen Roman „Postfaktisch bin ich ne Niete“, aus dem Hüsers im Bauch des Kulturschiffes vorlas.

Das machte sie auf eine erfrischende Art, stellte die einzelnen Protagonisten lebhaft vor und versetzte so ihre begeisterten Zuhörer direkt ins Coaching-Weekend und zum „hippen, jungen, aber viel zu dünnen Coach“, der schwungvoll über Work-Life-Balance und Optimierung der eigenen Metadaten plaudert und die Seminarteilnehmer ratlos aus der Wäsche blicken lässt.

Zum Abschluss des Experimentes „Lesung und Musik“ im Kulturschiff, gab es herzlichen Beifall für Autorin und Musiker. Man darf sich auf die nächste Veranstaltung in dieser Form, an Deck oder unter Deck, schon wieder freuen.


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