Anklage gegen 37-Jährigen Missbrauchte Babysitter Siebenjährige im mittleren Emsland?

Horst Troiza

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Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs muss sich ein heute 37-Jähriger vor dem Landgericht in Osnabrück verantworten. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpaWegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs muss sich ein heute 37-Jähriger vor dem Landgericht in Osnabrück verantworten. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Osnabrück. Den Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes erhebt die Staatsanwaltschaft gegenwärtig in einem Verfahren gegen einen jetzt 37-Jährigen aus dem mittleren Emsland.

Der Angeklagte soll in seiner Funktion als Babysitter an einem damals siebenährigen Mädchen in drei Fällen sexuelle Handlungen vorgenommen haben. „Er war ein guter, guter Freund unserer Familie. Wir sind zusammen durch dick und dünn gegangen“. So beschreibt die Mutter des Mädchens das Verhältnis zu dem Mann, der jetzt einige Meter von ihr entfernt neben seinem Rechtsanwalt im Saal 3 des Landgerichts Platz genommen hat. Er habe, so die Frau weiter, bereitwillig ihre zwei Kinder gehütet, wenn sie und ihr Mann einen Termin wahrzunehmen gehabt hatten.

„Der macht immer Sachen, die er nicht machen darf“

So auch an einem Abend vor etwas mehr als zwei Jahren, als das Paar zum Elternabend in die Schule der Tochter gehen wollte. Da habe das Mädchen mit einem Mal mehrfach gesagt, es wolle nicht, dass der Freund der Familie ins Haus komme. Warum das denn nicht, habe sie gefragt und das Mädchen darauf geantwortet „Das darf ich nicht sagen“. Daraufhin habe sie weiter gefragt, bis ihre Tochter zugegeben hatte, „der macht immer Sachen, die er nicht machen darf“.

Drei Tatvorwürfe

Die Eltern hatten Anzeige gegen den jetzt 37-Jährigen gestellt, und die Polizei hatte Ermittlungen aufgenommen. Die darauf basierende Anklageschrift enthält drei Tatvorwürfe gegen den Ex-Freund der Familie. Zum einen soll er 2015 während eines Spaziergangs im Wald sexuelle Handlungen an dem Kind ausgeführt haben. Ebensolches soll in den nächsten acht Monaten noch zweimal, dann aber im Haus der Familie stattgefunden haben.

Gespräch mit Sachverständigen

Die Staatsanwaltschaft hat den Tatvorwurf des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes gegen den Angeklagten erhoben. Wie sein Rechtsanwalt mitteilte, hat er bereits ein Gespräch mit dem vom Gericht bestellten Sachverständigen geführt. Der Angeklagte wird am nächsten Verhandlungstag, dem 20. Februar, eine Erklärung zu den Vorwürfen abgeben.

Auf Fragen nach dem gegenwärtigen Befinden der Tochter hat seine Mutter dem Gericht geschildert, dass sie –anders als früher – Angst vor Männern habe. „Sie verhält sich dann sehr aggressiv“.


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