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11.01.2019, 13:30 Uhr KOMMENTAR

Neue Wege eröffnen Wesuweer Schützen Chancen

Von Matthias Engelken


Die aktuellen Vereinsmeister im Schießen des Schützenvereins Wesuwe. Foto: Matthias EngelkenDie aktuellen Vereinsmeister im Schießen des Schützenvereins Wesuwe. Foto: Matthias Engelken

Haren. Dass der Schützenverein St. Hubertus Wesuwe eine neue Umzugsroute nehmen muss, eröffnet ihm Chancen, die sich auch anderen Vereinen bei einer solchen Änderung böten. Ein Kommentar.

Seit jeher marschieren die Wesuweer St.-Hubertus-Schützen von Bersede aus in Richtung des Festplatzes. Der Treffpunkt an der Mühlenstraße symbolisierte die Gemeinschaft aller Ortsteile des weitläufigen Dorfes. Das hat nun ein Ende.

Zu groß ist das Verkehrsaufkommen auf der Versener Straße, zu hoch sind Sicherheitsbedenken. In Zeiten von millionenfacher Überstunden bei der Polizei ist an eine Begleitung durch sie kaum noch zu denken. Und obendrein schwelt die Furcht vor möglichen Amokfahrten mit. Leider. Denn dies darf kein Kriterium sein. Gegen solche Taten kann sich niemand schützen. Da hilft auch keine neue Marschroute.

Dennoch hat der neue Weg Charme. Denn der traditionsreiche Umzug führt durch Siedlungen, weckt Neugier bei Bürgern, die noch nicht dem Verein angehören, womöglich bisher nicht mal am Fest teilnahmen. Nachbarschaften treffen sich vorher, um Straßen entsprechend zu schmücken. Dieses verbindende Element wurde bisher außer Acht gelassen. Nicht nur in Wesuwe. Viele Vereine sollten deshalb ihre Marschroute überdenken, Neubausiedlungen integrieren, immer wieder auf den Prüfstand stellen. Dies wird zur dörflichen Gemeinschaft und neue Bürger integrieren.


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