Hohes Verkehrsaufkommen Schützenverein Wesuwe muss neue Umzugsroute nehmen

Von Matthias Engelken

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Den genauen Ablauf des Marsches zum Schützenfest plant jetzt der Vorstand des Schützenvereins Wesuwe. Foto: EngelkenDen genauen Ablauf des Marsches zum Schützenfest plant jetzt der Vorstand des Schützenvereins Wesuwe. Foto: Engelken

Haren. Entlang einer neuen Route verläuft der Umzug während des Schützenfestes in Haren-Wesuwe. Sicherheitsauflagen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens sowie mögliche Amokfahrten hatten den Landkreis Emsland veranlasst, dem Schützenverein St. Hubertus Wesuwe eine Genehmigung entlang der Landesstraße 48 künftig zumindest außerhalb geschlossener Ortschaft zu verwehren.

Traditionell treffen sich die Schützenbrüder des Schützenvereins St. Hubertus Wesuwe an ihrem ersten Schützenfesttag im Wesuweer Ortsteil Bersede an der Mühlenstraße. Gemeinsam mit den Gastvereinen aus Wesuweermoor und Wesuwe-Siedlung erwarten die Schützenbrüder dort den amtierenden Thron und marschieren gemeinsam über die Wesuweer Hauptstraße (L48) in Richtung Wesuwe zum Schützenplatz.

Diese Tradition ist nun Geschichte, wie Bernd Jansen in Vertretung seines Vorstandskollegen Bernd Nehus auf der Generalversammlung des Schützenvereins St. Hubertus im Saal Niehaus vor gut 250 Mitgliedern erläuterte. „Die Marschgenehmigung gestaltete sich in den vergangenen Jahren durch zusätzliche Auflagen, Beschilderungen und vieles mehr immer schwieriger“, erläuterte der stellvertretende Vorsitzende des gut 600 Mitglieder starken Vereins und wies darauf hin, dass ein Teil der Marschroute zwischen den Ortsteilen außerhalb der Ortschaft liege und somit ein erhöhtes Gefahrenpotenzial darstellt.

Sternenmarsch

„In Zeiten von Terrorfahrten in Menschenmengen sowie hohes Verkehrsaufkommen ist deshalb zwingend ein neuer Marschweg zu wählen“, verwies er auf die Begründung des Landkreises. Jansen präsentierte mit dem Treffpunkt am Felkenweg und einer anschließenden Route durch die Siedlung über die Straße Am Flach, Bergkamp, anschließend über Kreuzkamp in die Straße Eschhang, dann über den Marktplatz zurück auf die Wesuweer Hauptstraße bis zum Ehrenmal eine passende und bei den Mitgliedern auf Wohlwollen treffende Alternative. Auch, weil Jansen anregte, künftig die drei im Verein ansässigen Kompanien einzeln im Sternenmarsch aus verschiedenen Richtungen, jeweils begleitet von Musikapellen, in Richtung des Sammelplatzes marschieren zu lassen und so bereits zu Anfang des Festes für ein Höhepunkt des Schützenfestes zu sorgen.

Foto: NOZ MEDIEN

Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte indes eine Sprecherin des Landkreises die Bitte nach Änderung der Strecke. „Bei der Veranstaltung des Schützenvereins Wesuwe sieht der Baulastträger der Landesstraße 48 eine erhebliche Einschränkung des Verkehrsflusses und hat aus diesem Grund um Überplanung der Routenführung gebeten“, heißt es in der Mitteilung dazu.

Grundsätzlich seien aber die Schützenvereine im Emsland nicht generell angesprochen worden, ihre Routen für vereinsinterne Veranstaltungen neu zu überplanen, etwa in Anbetracht möglicher terroristischer Ziele. In einigen Fällen würden jedoch die Routen für Veranstaltungen der Vereine in Zusammenarbeit mit der Polizei, den Baulastträgern der jeweiligen Straßen und dem Landkreis Emsland abgestimmt, sodass der Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit gewährleistet bleiben und Behinderungen minimiert werden.

Neuer Schießwart

Großen Dank sprach unterdessen der stellvertretende Vorsitzende Jansen auf der Generalversammlung Wolfgang Walter aus. Walter hatte vier Jahre lang als Schießwart die Schießgruppe und den Schießstand geleitet und stand auf eigenen Wunsch nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Doch bevor er das Amt abgab, durfte er noch die Vereinsmeister ehren. So hatte Martin Hermes in der Altersgruppe 1, Guido Tangen in der Altersgruppe 2 und Hans Kathmann in der Altersgruppe 3 jeweils die Vereinsmeisterschaft errungen.

Zum neuen Schießwart wählte die Versammlung Hermannn Niemeyer. Unterdessen kündigte Bernd Jansen eine weitere Neuerung an. So wird zukünftig die Generalversammlung am zweiten Samstag im neuen Jahr abgehalten und nicht wie bisher am ersten. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden unterdessen Friedhelm Pöttker, Josef Krallmann und Heinz Bruns geehrt. Bernhard Tengen, Franz Pinkernell und Hermann Hempen gehören dem Verein bereits seit 60 Jahren an.


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