Insekten, Fische, Obstbäume Klimaschutzpreis Haren zeichnet Umweltprojekte aus

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Der Klimaschutzpreis 2018 der Stadt Haren ist an drei Preisträger überreicht worden. Das Foto zeigt sie gemeinsam mit der Jury des Wettbewerbs. Foto: Tobias BöckermannDer Klimaschutzpreis 2018 der Stadt Haren ist an drei Preisträger überreicht worden. Das Foto zeigt sie gemeinsam mit der Jury des Wettbewerbs. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Der Energieversorger innogy hat in Haren zum 13. Mal den Klimaschutzpreis verliehen. Drei Preisträger wurden bedacht – unter anderem auch für die ökologische Aufwertung eines Hektars Ackerland.

Bei der Vorstellung der Projekte im Ratssaal lobten Bürgermeister Markus Honnigfort und innogy-Kommunalbetreuer Thomas Jablonski die Vorbildwirkung aller drei Preisträger. Der Klimaschutzpreis werde jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder Verbesserung ungünstiger Lebensbedingungen beitrügen, sagte Jablonski. Die einzelnen Preisträger werden von den Städten und Gemeinden vorgeschlagen.

In diesem Jahr hatten sich in Haren zehn Bewerber gemeldet, sagte Markus Honnigfort. Das zeige, wie viele gute Projekte und Ideen es nach wie vor im Umweltschutz gebe. Eine Jury habe im Vorfeld die Projekte begutachtet. Zum Gremium gehörten neben Bürgermeister Honnigfort und dem Leiter des Stadtbauamtes, Henrik Brinker, auch die Vorsitzende des Bauausschusses Maria Tieben, Jutta Over vom NABU, Hermann Hüsers von der Imme und Niels Gepp vom Landkreis Emsland.

2500 Euro Preisgeld

Den dritten Preis (dotiert mit 500 Euro) gestand die Jury der Marienkita in Erika-Altenberge zu, die sich mit ihren Kindern intensiv mit der heimischen Insektenwelt beschäftigt hat. Unter anderem hatten sie Schmetterlingsraupen gehalten und so lange beobachtet, bis aus ihnen schöne Falter geschlüpft waren, die die Kinder in die Freiheit entließen. Den Preis nahmen Uta Aehlen und Eva Trimpe von der Kita-Leitung entgegen.

Platz zwei (750 Euro) ging an den Sportanglerverein Haren, der sich mit seinem Projekt „Seitengewässer für den Mersbach“ beworben hatte. Es bietet einen neuen Lebensraum für viele Fische und andere Wasserlebewesen und ist sogar auf Niedersachsenebene als besonders vorbildlich ausgezeichnet worden ( wir berichteten). Den Preis nahmen Simon Ucherek und Ulf Reimer entgegen.

Platz eins und damit 1250 Euro, gingen an ein außergewöhnliches Projekt: Sebastian Schulte aus Wesuwe-Siedlung hat eine rund einen Hektar große Ackerfläche des elterlichen Hofes aus der Nutzung genommen und der Natur zur Verfügung gestellt. Dabei lässt er aber nicht Pflanzen und Tieren einfach so ihren Lauf, sondern gestaltet fachkundig mit.

So haben er und seine Familie Hecken angelegt, alte Obstsorten als Hochstämme gepflanzt und mehrere Tümpel angelegt. Die Besiedelung durch Tiere und Pflanzen beobachtete und dokumentierte der inzwischen 20-jährige Student der Landschaftsentwicklung akribisch. „Wir waren schon immer sehr naturverbunden“, sagte Sebastian Schulte über den Antrieb zu diesem Projekt. „Die Artenvielfalt geht zurück, da wollten wir etwas entgegensetzen“.


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