Beschleunigtes Verfahren möglich Bald neue Bauplätze in Haren-Landegge

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Die letzten Arbeiten werden derzeit an der B 408 zwischen Emmeln und Haren erledigt. In gut einer Woche soll die Straße freigegeben werden. Foto: Tobias BöckermannDie letzten Arbeiten werden derzeit an der B 408 zwischen Emmeln und Haren erledigt. In gut einer Woche soll die Straße freigegeben werden. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Der Harener Ausschuss für Bauen und Planen hat einige Bebauungspläne abschließend besprochen. Damit wird unter anderem die Innenverdichtung in Teilen der Innenstadt ermöglicht. Stadtbaurat Henrik Brinker teilte mit, die Bundesstraße 408 werde wohl am 13. Dezember wieder für den Verkehr freigegeben.

Stadtbaurat Brinker berichtete, die Baumaßnahme Stadtsanierung „Alter Markt“ liege im Zeitplan. Bis Weihnachten sollten die Pflasterarbeiten im südlichen Teilstück von der „Lange Straße“ bis zur Sparkasse fertiggestellt sein und für den Fußgängerverkehr freigegeben werden.

Außerdem seien mehrere Baumaßnahmen abgeschlossen worden, etwa der endgültige Ausbau des neuen Wohnbaugebietes in Wesuwe, die Erschließung des Baugebietes „Nördlich der Adenauerstraße, Teil II“ oder die des neuen Baugebietes in Emmeln.

Auch der Umbau des Hauptplatzes des TuS Haren „Am Brookdeich“ sei fast fertig, im Frühjahr 2019 solle nach Möglichkeit der Spielbetrieb starten.

Brinker berichtete, der Ausbau der B408 zwischen den Anschlussstellen „Emmelner Straße“ und „L 48“ stehe kurz vor dem Abschluss. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau in Lingen rechne mit der Freigabe für den Verkehr am 13. Dezember. In den kommenden Osterferien werde dann das letzte noch fehlende kleine Teilstück zwischen „Hünteler“ und „Emmelner Straße“ saniert.

Den Weg freigemacht hat der Ausschuss für eine Innenverdichtung im Baugebiet „Ringstraße“. Hier hatte es mehrfach Bauvoranfragen von Grundstücksbesitzern gegeben, die ihre großen Parzellen teilen und mit einem zweiten Haus bebauen wollen. Dies ermöglicht die Stadt Haren nun – vorbehaltlich einer entsprechenden Entscheidung im Stadtrat am 18. Dezember.

B408 in Kürze frei

Erlaubt werden Einzel- und Doppelhäuser mit maximal zwei bis vier Wohnungen je Einheit. Die Bauvorschriften werden relativ großzügig gefasst. Maria Kötter (CDU) lobte die „wünschenswerte Innenverdichtung in verträglichem Rahmen“.

Georg Berenzen (SPD) sah das Vorhaben kritischer. Die SPD fordere, eine Stichstraße einzuplanen und so zumindest theoretisch eine Bebauung aller langen Grundstücke zu ermöglichen. Der aktuelle Plan sieht eine Bebauung in sogenannter „zweiter Reihe“ nicht vor, was die Sozialdemokraten für eine „vertane Chance“ halten. Dennoch ging der Bebauungsplan mit zehn Ja-Stimmen der CDU und vier Enthaltungen der SPD durch.

Der Satzungsbeschluss erging auch für den Bebauungsplan „Raken-Ortskern“. Hier will der Reiterhof Lüßing seine Möglichkeiten und eine Reithalle erweitern. Weil dadurch Parkplätze entfallen, möchte das Unternehmen eine öffentliche Fläche von der Stadt Haren erwerben, die als Dorfplatz festgesetzt war. Nach Einwendungen von Anwohnern hat die Stadt die Planungen angepasst und ermöglicht so die Erweiterung des Betriebes unter Wahrung der Interessen der Dorfgemeinschaft. Karla Schmidt (CDU) lobte einen „guten Kompromiss“, mit dem alle Beteiligten gut leben könnten.

Heidering wird ausgebaut

Erfreuliche Nachrichten bahnen sich für Bauwillige in Landegge an. Der Bauausschuss hat die Aufstellung eines Bebauungsplanes auf den Weg gebracht, um auf einer 1,4 Hektar großen Ackerfläche, die sich im Besitz der Stadt befindet, im beschleunigten Verfahren 15 bis 16 Bauplätze auszuweisen.

In Folge einer Änderung des Baugesetzbuches ist nach Angaben von Henrik Brinker seit 2017 die Ausweisung kleiner Baugebiete mit einer Grundfläche von weniger als 10000 Quadratmeter ohne vorherige Änderung des Flächennutzungsplanes möglich, wenn sie an ein bestehendes Baugebiet angrenzen und nach Fertigstellung eine weitgehende Einheit mit diesem bilden. Das habe erhebliche zeitliche Vorteile und bedeute auch, dass auf Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verzichtet werden könne.

Der Ausschuss stimmte dem Vorgehen zu. Auf Antrag von Christel Reiners (CDU) sollen aber die Vorschriften bei der Wahl der Verblender nicht so eng gefasst werden wie im bestehenden Baugebiet und wie von der Verwaltung vorgesehen. Das unterstützte auch die SPD.

Auf den Weg gebracht hat der Ausschuss auch den endgültigen Ausbau der Straße „Heidering“ in Erika. Im Januar soll eine Einwohnerversammlung zum Vorhaben durchgeführt werden. Maria Albers (CDU) begrüßte den Ausbau der inzwischen 38 Jahre alten Straße, auch wenn auf die Anwohner natürlich einige Kosten zukämen.


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