CDU stellt Kandidaten auf Honnigfort soll Bürgermeister in Haren bleiben

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Zum CDU-Bürgermeisterkandidaten 2019 ist Markus Honnigfort gewählt worden. Es gratulierten v.l. Maria Bauken, Thomas Honnigfort, Ehefrau Kathrin Honnigfort, Emsland-CDU-Vorsitzender CDU Bernd-Carsten Hiebing und CDU-Kreisvorsitzender Holger Cosse. Foto: Tobias BöckermannZum CDU-Bürgermeisterkandidaten 2019 ist Markus Honnigfort gewählt worden. Es gratulierten v.l. Maria Bauken, Thomas Honnigfort, Ehefrau Kathrin Honnigfort, Emsland-CDU-Vorsitzender CDU Bernd-Carsten Hiebing und CDU-Kreisvorsitzender Holger Cosse. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Die CDU Haren hat Amtsinhaber Markus Honnigfort als Bürgermeisterkandidat für die Wahl im kommenden Jahr nominiert. Er erhielt 83 von 84 Stimmen.

Zeitgleich zur Vorstellungsrunde der Kanidaten für den CDU-Vorsitz auf Bundesebene in Bremen hatten die Harener Christdemokraten ihre Mitglieder in den Saal Hagen eingeladen. Die terminliche Doppelung, entstanden durch die später erfolgte Terminierung auf Bundesebene, tat dem Zuspruch in Haren keinen Abbruch. 84 Parteimitglieder wollten ihre Stimme abgeben und – das wurde schnell klar – Markus Honnigfort erneut als Kandidaten aufstellen.

Seit 2003 ist der 54-Jährige Verwaltungschef in Haren – würde er gewählt, ginge er in seine dritte Amtszeit. Dass dies so kommen sollte, daran ließ Honnigforts Bruder Thomas am Donnerstagabend keinen Zweifel. Er ist Vorsitzender des Harener CDU-Stadtverbandes und sprach von einer „Erfolgsgeschichte für Haren“, die sich seit einigen Jahren immer weiter entwickele. Um jeglichem Befangenheitsverdacht zu begegnen, der aus der Verwandtschaft mit dem Kandidaten entstehen könnte, überließ Honnigfort die Wahlleitung der Vorsitzenden der Frauenunion, Maria Bauken.

Sie berichtete, der CDU-Vorstand habe sich entschieden, den Amtsinhaber auf Grund seiner hervorragenden Arbeit wieder aufzustellen. Weitere Vorschläge gab es nicht.

Markus Honnigfort blickte in seiner Rede auf den Beginn seiner Amtszeit zurück. 2003 habe sich die Stadt Haren in keiner guten Verfassung befunden. Man habe ein Haushaltssanierungskonzept erarbeitet, um die Finanzen in Ordnung zu bringen. „Das war nicht einfach für uns alle, aber der Beginn einer beispiellosen Entwicklung“, sagte Honnigfort. Heute erreiche Haren in fast allen Bereichen niedersachsenweit Spitzenwerte – „dank der florierenden Wirtschaft, die wir gemeinsam immer unterstützt haben.“

„Mit Augenmaß“

Besonders stolz könne die Stadt Haren auf die gesunde Mischung der verschiedenen Wirtschaftsbereiche sein, die die Kommune weniger anfällig für Krisen mache. Honnigfort führte den aktuellen Erfolg auf eine Wirtschaftspolitik mit Augenmaß zurück, die die Belange und Wünsche der Unternehmen beachtet habe. „Davon haben alle Harener profitiert – bei den Arbeitsplätzen, beim Einkommen, bei der Entwicklung der Einwohnerzahl.“

Die Verschuldung habe man um zwei Drittel senken können und so Spielräume gewonnen für Projekte wie die Dorferneuerungen in den Ortsteilen, die Stadtsanierung oder die Investitionen in Bildung, Lebensqualität, Erholung und Kultur. Auf diesem Weg wolle er auch in Zukunft gemeinsam mit Rat und Verwaltung weitergehen, sagte Honnigfort. Geplant seien unter anderem die Umgestaltung des Bahnhofes in Emmeln, der Bau einer Veranstaltungshalle und ein neues Schwimmbad. „Die Kommunen stehen im Wettstreit um Unternehmen und Arbeitskräfte. Da spielen auch weiche Standortfaktoren eine wichtige Rolle.“

Honnigfort sprach sich für die Schaffung des Postens eines oder einer Behindertenbeauftragten aus und lobte das mitmenschliche Zusammenhalten der Harener zum Beispiel in der Flüchtlingskrise. „Haren ist mehr als nur ein Platz zum Leben“, schloss er seine Ausführungen. „Haren soll ein Lebensgefühl werden.“

Die 84 stimmberechtigten Parteimitglieder spendeten nicht nur lang anhaltenden Applaus, sondern gaben dann in geheimer Wahl auch ein eindeutiges Votum ab: 83 Ja- und nur eine Nein-Stimme bedeuteten einen Zuspruch von nahezu 99 Prozent, so dass Markus Honnigfort nun auch offiziell CDU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2019 ist. Gegen wen er antreten wird, steht noch nicht fest. Die Opposition hat sich noch nicht positioniert.


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