Ausstellung bis 28. März Meppener Künstler Byron Denker stellt im Rathaus Haren aus

Von Heinrich Schepers

Meine Nachrichten

Um das Thema Haren Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bei der Ausstellungseröffnung: Rita Wallmann (von links), Thomas Tappel, Byron Denker, Hans Grönninger, Arnold Terborg und Dieter Sturm vor den Werken Denkers im Harener Rathaus. Foto: Heinrich SchepersBei der Ausstellungseröffnung: Rita Wallmann (von links), Thomas Tappel, Byron Denker, Hans Grönninger, Arnold Terborg und Dieter Sturm vor den Werken Denkers im Harener Rathaus. Foto: Heinrich Schepers

Haren. Bei einer Vernissage im Rathaus Haren haben Vertreter des Kunstkreises, der Stadt Haren und des Landkreises Emsland die Werkschau des Meppener Künstlers Byron Denker gewürdigt.

Dieter Sturm, Erster Stadtrat der Stadt Haren, begrüßte die zahlreich erschienen Gäste der Vernissage und lobte die von Denker gemalte Bilder. „Es ist beeindruckend, was Byron Denker hier für Werke geschaffen hat“, so Sturm. Er wünsche sich, dass die Bilder des autistischen Künstlers nicht unter dem Blickwinkel seiner Einschränkungen betrachtet werden. „So stelle ich mir Inklusion vor: Lasst uns nicht über die Einschränkungen reden, sondern die Stärken des Einzelnen herausheben“, sagte Sturm. Denkers Stärke, seine Bilder, solle im Vordergrund stehen.

Kreistagsmitglied Arnold Terborg überbrachte die Grüße des Landrates und des Kreistages. Terborg fand anerkennende Worte für Denkers Werke: „Beim Malen kommt das zum Ausdruck, was man im Innersten fühlt.“ Das mache Denkers Bilder einmalig und spannend.

Dialog mit seinen Mitmenschen

Rita Wallmann, Vorstandsmitglied des Harener Kunstkreises, freute sich, dass es erneut gelungen sei, einen „außergewöhnlichen Künstler ins Rathaus zu holen.“ Denker habe über viele Jahre sein kreatives Potenzial weiterentwickelt. „Die Malerei eröffnet ihm die Möglichkeit, seine Wahrnehmung, seine Gefühle in eine persönliche Ordnung zu bringen, sich mit sich und seiner Umwelt auseinanderzusetzen und darüber hinaus in einen Dialog mit seinen Mitmenschen zu treten“, so Wallmann. Die Bilder seien außergewöhnlich, erzählten Geschichten und entführten den Betrachter in eine „fantasieanregende, vielleicht auch persönliche, in jedem Fall beeindruckende Welt, so wie er sie wahrnimmt und erlebt.“

„Wie Byron seine Bilder gestaltet ist stimmungsabhängig. Wenn es ihm einmal nicht so gut geht, dann bringt er das auch in seinen Werken zum Ausdruck“, sagte Thomas Tappel, Mitarbeiter des Vitus-Werks, der zusammen mit Hans Grönniger den Künstler seit 15 Jahren in seinem Schaffensprozess unterstützt. In der Regel domminiere aber Denkers lebensbejahende und positive Art in seinen Bildern, die er vornehmlich auf Leinwände malt, berichtete Tappel.

Farbintensive Gestaltung

Denkers Bilder zeichnen sich durch ihre farbintensive Gestaltung aus und sind überwiegend geprägt von geometrischen und organischen Formen, floralen Elementen und amorphen Figuren. Zumeist sind die farbigen Flächen mit exakt gemalten schwarzen Linien umrandet. Dem Künstler gelingt so eine einzigartige Komposition, in der sich das Bedürfnis nach Struktur und Ordnung ebenso widerspiegelt, wie eine positive Lebenseinstellung. Seltener werden auch die Schattenseiten des Lebens in Denkers Werken sichtbar. Dann kommt eine dunklere Farbgebung zum Tragen und die geordneten Muster weichen einer chaotischen und zum Teil asymmetrischen Formgebung. Mit fantasievollen Titeln wie „Scharfland-Fluss“, „Saphir-Kreis“ oder „Seeland-Säule“ unterstreicht Denker die Einzigartigkeit seiner Werke.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. März 2019 im ersten Obergeschoss des Harener Rathauses während der Bürozeiten zu sehen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN