Verkauf auf Weihnachtsmärkten Mit 84: Meppener bastelt für schwer kranke Kinder

Engagiert sich seit Jahren für Menschen in Not: Manfred Willemsen. Archivbild: Tobias BöckermannEngagiert sich seit Jahren für Menschen in Not: Manfred Willemsen. Archivbild: Tobias Böckermann

Haren/Meppen. Der Meppener Manfred Willemsen ist begeisterter Hobbyhandwerker und steht auch im Alter von 84 Jahren noch regelmäßig in seiner Werkstatt. Seine Laubsägearbeiten verkauft er seit Jahren auf Weihnachtsmärkten für einen guten Zweck und hat inzwischen mehr als 20.000 Euro gespendet.

Und weil die Zeit der Weihnachtsmärkte so langsam wieder beginnt, hat sich auch Manfred Willemsen vorbereitet: am kommenden Samstag, dem 24. November wird seine Werke in der Seniorenresidenz Meppen bei deren Weihnachtsmarkt verkaufen. Am Sonntag, dem 2. Dezember folgt das Marienhaus Meppen, das einen „Adventszauber im Marienhaus“ veranstaltet. Und vom 6. bis 9. Dezember wird Willemsen auf dem Weihnachtsmarkt in Haren seine große Auswahl anbieten.

Mehrere Jahre lang hatte er auch den Weihnachtsmarkt in Meppen besucht und dort verkauft, aber weil dieser mehrere Wochen lang geöffnet ist, zieht Willemsen die drei Tage in Haren vor.

Durch den Verkauf von Holzsägearbeiten, Basteleien und Gebackenem aller Art hatten Willemsen und seine Familie bis 2013 bereits mehr als 15.000 Euro zusammengetragen und gespendet. Heute dürften es weit mehr als 20000 Euro sein, die Willemsen für verschiedene gute Zwecke erarbeitet hat. „Es lohnt sich immer noch“, sagt er. Pro Jahr könne er zwischen 1500 und 2000 Euro überweisen.

In diesem Jahr möchte er krebskranken Kindern in der Ukraine helfen. „Seit der Revolution von 2014 geht die Ukraine durch eine schwere Zeit“, sagt er. Die Wirtschaft sei eingebrochen, es fänden schmerzhafte Reformen statt. Hinzu komme der Krieg im Osten des Landes mit seinen vielen Flüchtlingen. Weil der verschuldete Staat bei der Gesundheitsversorgung spare, würden Kliniken nur noch unzureichend versorgt.

„Ohne ein existierendes System der Krankenversicherung müssen dadurch die Patienten teilweise selbst für die Behandlungen aufkommen. Das trifft vor allen die Schwächsten der Gesellschaft, Geringverdiener, Alleinerziehende und kinderreiche Familien.“

In Luzk, einer großen Stadt in der Westukraine, sei heute die Behandlung von krebskranken Kindern gefährdet, weil es der regionalen Kinderklinik an Medikamenten fehle. Der Monatsverdienst in der eher armen Region liege bei etwa 230 Euro. Das reiche vielen Familien kaum, um in der Krise stark gestiegene Kosten für Kleidung und Heizung zu bestreiten, ganz zu schweigen von teuren Krebspräparaten, die leicht 5000 Euro und mehr kosten könnten.

Seit 2014 sorgt das Kinderhilfswerk ChildFund Deutschland dafür, dass die engagierten Ärzte in Luzk weiter Leben retten und betroffenen Familien helfen können. Dank der Spenden aus Deutschland konnten bereits dutzende Kinder gerettet werden. Für andere beginnt die Therapie gerader erst – auch sie brauchen Unterstützung, um schnell wieder gesund zu werden.

Der Meppener Manfred Willemsen unterstützt schon seit Jahrzehnten Projekte des Kinderhilfswerks ChildFund und erkundigt sich im Nachhinein immer, was aus dem Geld geworden ist. In diesem Jahr also engagiert er sich für die Ukraine.


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