Landschaften und Karikaturen Georg Strodt zeigt im Heimathaus Wesuwe seine Werke

Von Matthias Engelken

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Seit Wochen bereitet sich Georg Strodt auf die Ausstellung in Wesuwe vor. Foto: EngelkenSeit Wochen bereitet sich Georg Strodt auf die Ausstellung in Wesuwe vor. Foto: Engelken

Haren. Der Emsbürener Künstler Georg Strodt präsentiert am Wochenende seine Werke im Heimathaus Wesuwe.

Der in Elbergen in der Gemeinde Emsbüren lebende 62-Jährige liebt es, zu experimentieren. Ob Landschaften, Karikaturen oder Cartoons, Strodts Werke strotzen vor Vielseitigkeit. Bleistift-, Kohle und Federzeichnungen gehören ebenso zum Repertoire wie Öl- und Aquarellmalereien. Allesamt mit viel Liebe zum Detail. Verlassene Winkel, schöne Orte, alte Kotten und historische Gebäude haben es ihm angetan. Immer mit einer Kamera bewaffnet durchstreift der Künstler die Region. Hält im Foto fest, was er sieht, um es zu Hause nachzuzeichnen. Ein Ort, ein Gebäude oder eine Moorlandschaft erscheinen dann schon mal in mehrfacher Ausführung, in Ölfarbe, als Kohlezeichnung oder in einem Aquarellbild. Strodt wendet auch Mischformen an. So nimmt er gern Papier für Aquarellzeichnungen und malt mit Öl darauf. Als er einmal beim Malen im Schuppen seine Kaffeetasse versehentlich im Ofenfach vergessen hatte und am nächsten Tag nur noch Kaffeesatz in der Tasse vorfand, kam er auf die Idee, damit ein Bild zu malen. „Etwas Wasser dazu und schon hatte ich das Bild eines zerfallenen Ackerwagens fertig“, erzählt Strodt.

Strodt ist kritisch. Schaut sich seine Werke wieder und wieder an. „Bin ich nicht ausnahmslos zufrieden mit einer Zeichnung, schmeiße ich sie in den Müll“, erzählt er. Nur einmal hat er ein Werk, welches ihm nicht gefiel, verschenkt. „Das hängt nun gerahmt in einem Wohnzimmer, ich sehe es regelmäßig und ärgere mich darüber, weil es meiner Meinung nach nicht gelungen ist“, sagt Strodt.

Doch nicht nur er möchte mit seinen Werken zufrieden sein. Viele seiner Arbeiten sind Auftragsgemälde. Alte Höfe, einzelne historische Gebäude oder Karikaturen zählen dazu. Doch erst wenn der Auftraggeber restlos zufrieden ist, übergibt der gebürtige Osterbrocker das Werk.

Mit dem Zeichnen angefangen hat Strodt als Schüler. „Mein Bruder Josef hatte bei einem Wettbewerb der Stadt Meppen einen ersten Preis gewonnen, das hat mich so beeindruckt, dass ich das auch wollte.“ Doch der Weg zum Maler war steinig, denn seine Werke kamen bei den Kunstlehrern nicht gut an. „Meine Lehrer hatten eine andere Vorstellung von Kunst, meine Noten waren alles andere als gut“, erzählt er. Dennoch ließ sich Strodt nicht beirren, malte und zeichnete weiter, brachte sich selbst in den Folgejahren diverse Techniken bei und nutzte die freie Zeit neben seiner Arbeit als Automechaniker für die Malerei. Heute ist Strodt Rentner, hat mehr Zeit für die Kunst, doch als Künstler sieht er sich nicht. „Ich bin ein Maler oder Zeichner“, sagt Strodt.

Nicht immer steht ihm ein Foto als Vorlage zur Verfügung. „Schon mehrmals hatte ich Aufträge, bei denen Leute aus ihrer Erinnerung ein Gebäude beschrieben, oder nur Teile eines Gebäudes auf einem alten Foto zu sehen war und ich das als Gesamtheit malen musste“, erzählt er. In einem Fall durfte er das Gemälde, welches eigentlich für einen älteren Herren zum Geburtstag gedacht war, mehrfach malen, weil auch die Kinder das Bild als Erinnerung an die Kindheit auf dem elterlichen Hof haben wollten. „Das freut auch mich, wenn alle begeistert sind.“

Motive aus Wesuwe

Ebenso freut es ihn, wenn er gebeten wird, Ausstellungen zu machen. „Anfragen kommen regelmäßig“, sagt Strodt nicht ohne Stolz. Damit dies auch weiterhin so bleibt sorgt er vor, schaut sich in der Stadt oder dem Dorf der Ausstellung um und zeichnet im Vorfeld einzelne Gehöfte, den Kirchhof, die Landschaft und besondere Winkel. „Das macht die Ausstellung besonders, wenn die Besucher auch Bilder aus ihrer Region sehen.“ Die St. Clemens Kirche in Wesuwe, Gehöfte, markante Gebäude und eine Dorfgesamtansicht hat er gezeichnet. Die Mersmühle in Haren und die Meppener Herrenmühle wurden von Strodt in Öl verewigt. Gut 60 Werke bringt der Emsbürener mit nach Wesuwe. Zu sehen ist die Ausstellung auf dem Heimathof Wesuwe am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.


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