Ausgangspunkt für Touren Marktplatz in Haren-Wesuwe wird umgestaltet

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Haren Seit einer Woche laufen die Umbauarbeiten auf dem „Markt“ in der Harener Ortschaft Wesuwe. Damit befindet sich die erste von zwei Leader-Maßnahmen aus dem Projekt „Moor ohne Grenzen“ planmäßig in der Umsetzung. Ihr Ziel: Wesuwe soll zum Tor in den Naturpark Moor und nebenbei auch als Einkaufsort noch attraktiver werden.

„Wesuwe ist Teil der Leader-Region „Moor ohne Grenzen“ und zählt zum nördlichen Teil des internationalen Naturparks Bourtanger Moor-Bargerveen“, sagte Verena Schepers, Regionalmanagerin des Naturparks. Dies sei aber noch viel zu wenig bekannt und soll sich nun ändern.

„Mit dem Marktplatz hat Wesuwe einen zentralen, gut angebundenen Platz im Ortskern, der sich hervorragend als Ausgangspunkt für die Erkundung des Naturparks eignet“, erläuterte Bürger-meister Markus Honnigfort im Rahmen eines gemeinsamen Treffens aller Mitwirkenden vor Ort. Schon heute gebe es dort Parkplätze und eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Nach der Umgestaltung hätten Touristen und Einheimische die Möglichkeit, vom Marktplatz aus mit dem Rad zu starten und viele der zum Teil neu geschaffenen Attraktionen des Naturparks anzufahren, etwa den neuen Schafstall in Weiteveen, das Bienenzentrum Imme oder den Aussichtshügel in Fehndorf.

Andrea Lembeck vom städtischen Bauamt erläuterte, durch neue gestalterische Akzente werde man Optik, Funktionalität und Aufenthaltsqualität des Platzes verbessern. Dazu gehörten beispielsweise der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle oder ein neuer Rastplatz mit Sitzbänken inmitten einer kleinen Heidelandschaft.

Barrierefrei gebaut

„Durch ein hohes Maß an Barrierefreiheit soll der Markt als touristischer Startpunkt ein „Moorerlebnis für alle“ ermöglichen, aber auch von älteren oder mobilitäts-eingeschränkten Einwohnern Wesuwes frequentiert werden können“, freute sich Wesuwes Ortsvorsteher Hartmut Bruns.

Überdachte Sitzbänke und eine Infostele bieten Nutzern des ÖPNV und Fahrradtouristen gleichermaßen Schutz vor der Witterung. Der Markt selbst wird durch einen umlaufenden rot gepflasterten Fuß- und Radweg eingefasst. In der Platzmitte entstehen zusätzliche Abstellflächen für Fahrräder, auch eine Elektrotankstelle ist dort vorgesehen. „Damit schließen wir eine Versorgungslücke in der Radinfrastruktur“, ergänzte Jürgen Lenzing, Projektverantwortlicher der Stadt für das Leader-Programm.

Um mehr Grünfläche zu schaffen, wird die bisherige Pflasterung in der Mitte des Platzes entfernt. Auch die westlich und östlich angrenzenden Parkflächen werden entsiegelt und mit Rasengitterpflastern hergestellt. Zusätzlich erhalten die vorhandenen Beete eine neue Bepflanzung. Die Fertigstellung des Platzes ist im Januar 2019 vorgesehen. Die Baukosten liegen ohne Planungskosten 290000 Euro und werden zu 50 Prozent durch das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) aus Leader-Mitteln, also durch die EU, gefördert. Wilhelm Sap vom ArL freute sich, dass der Platz so einen ganz neuen Charakter erhalte.

Schon jetzt ist Wesuwe im Fietsknotenpunktsystem berücksichtigt, mit dem sich Radwanderer innerhalb des Naturparks orientieren können. In Planung ist ferner ein Wanderknotensystem, in das Wesuwe ebenfalls eingebunden wird.

Ein übergroßer „Uplegger“, also ein typischer Torfspaten aus früherer Zeit, wird zum Abschluss der Neugestaltung im Einmündungsbereich „Am Markt“ platziert. Er ist heute Symbol des Naturparks Moor und verdeutlicht dann die Zugehörigkeit Wesuwes zum Naturpark.

Im kommenden Jahr soll dann als zweite Maßnahme des LEADER-Programms der zentrale Kreuzungsbereich Wesuweer Hauptstraße/ Hemsener Straße umgestaltet werden, der einen anderen Kreuzungszuschnitt, durchgängige Parkstreifen und neue Gehwegpflasterungen vorsieht. „Damit wollen wir auch Autofahrern zeigen: In Wesuwe lohnt sich ein Halt“, sagte Bürgermeister Honnigfort.


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