Neues Heim für Verein Klangkultur Harens "Blaue Donau" öffnet die Kulturschiffs-Luken

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Ein erstes Konzert gaben Adam Beattie und The Rail Abandon aus Großbritannien im Inneren der "Blauen Donau". Foto: Tobias BöckermannEin erstes Konzert gaben Adam Beattie und The Rail Abandon aus Großbritannien im Inneren der "Blauen Donau". Foto: Tobias Böckermann

Haren. Haren ist um einen kulturellen Treffpunkt reicher: Auf der Blauen Donau sind ab sofort die Schiffsluken für kulturelle Veranstaltungen aller Art geöffnet.


Initiator für das in der Region einzigartige Projekt ist der Verein Klangkultur Emsland. Vor ziemlich genau fünf Jahren in Haren gegründet, kümmern sich seine Mitglieder um die regionale Musik- und Jugendkultur vorrangig in Haren, aber auch im und für den gesamten Landkreis Emsland. Hauptziel: Vielfalt ermöglichen und auch selbst organisieren.

Die "Blaue Donau" am Eröffnungstag. Foto: Tobias Böckermann


Nach vielen erfolgreichen großen und kleinen Festivals war der Verein auf der Suche nach einer eigenen Heimstätte, die gleichzeitig als Ort für kleinere Veranstaltungen dienen könnte, auf das ehemalige Restaurantschiff „Blaue Donau“ gestoßen. Es liegt in Haren-Raken an der Ems vor Anker - seit einiger Zeit allerdings ungenutzt.

„Vor einen halben Jahr haben wir angefangen zu träumen“, sagte Julian Geering vom Vereinsvorstand bei der Eröffnungsfeier mit geladenen Gästen. „Dass wir am Ende tatsächlich hier unsere Idee realisieren konnten, ist vielen Beteiligten zu verdanken.“ So seien die drei Besitzerinnen des Schiffes dem Verein sehr entgegengekommen und hätten Idealismus und Tatendrang sehr unterstützt. Stellvertretend war Margret Klindt anwesend – sie schenkte den Klangkulturisten ein Gästebuch für das Schiff.

Ohne Stadt und Landkreis wäre das Projekt nicht möglich gewesen, sagte Julian Geering. Deshalb dankte er Bürgermeister Markus Honnigfort, dem Landtagsabgeordneten Bernd Carsten Hiebing, der mit Arnold Terborg als Vertreter des Kreistages gekommen war, sowie Holger Cosse (CDU) und Heinz Pinkernell (SPD) für den Stadtrat Haren. Denn beide Gremien hatten im Vorfeld mit einer Anschubfinanzierung die Umgestaltung des Schiffes mit ermöglicht.

Akkustisches zur Eröffnung. Foto: Tobias Böckermann


Vor allem die beratende Hilfe von Holger Cosse hob Geering hervor, dazu zahlreiche weitere Unterstützer wie Laura Blanke und Jan Zevenbergen von der Firma „Painting the Past“ oder den Schiffsbedarf Lohmann. Gut und vertrauensvoll habe man in der Vergangenheit mit dem Heimatverein Haren zusammengearbeitet, dessen Vorstand ebenfalls anwesend war. An der Mersmühle des Heimatvereins habe zum Beispiel das Neon Fields Festival eine Heimstatt gefunden, sagte Geering. Diese Zusammenarbeit wolle man fortsetzen und biete an: „Unser neues Zuhause soll auch Euer Zuhause sein“. Der Schlüssel zum Erfolg sei der Zusammenhalt vieler Gruppen und Akteure in Haren, betonte Geering und dankte für vielfältige Unterstützung.

Freuen sich über das Projekt, v.l.: Arnold Terborg, Julian Geering, Heiner Schnelte und Bernd-Carsten Hiebing. Foto: Tobias Böckermann


Dem schloss sich Heiner Schnelte vom Klangkultur-Vorstand an. Die Ideensammlung für das, was kommen solle, habe gerade erst begonnen. Vom Plattenabend über Poetry Slam oder Lesungen sei Vieles denkbar. „Unser Platz ist begrenzt, aber unsere Kreativität ist hoffentlich grenzenlos.“

Eine symbolischen Spendenscheck über 1000 Euro übergab die "Harske Runde" an den Vorstand des Vereins Klangkultur. Foto: Tobias Böckermann


Einen ersten Eindruck vermittelte das Programm des ersten Tages der offenen Tür mit abendlichem Konzert. Am Nachmittag spielten ebenso wie am Abend musikalische Hochkaräter, nämlich Adam Beattie und The Rail Abandon aus Großbritannien sowie Walking on Rivers aus Deutschland und Moon Moon Moon aus den Niederlanden am Abend.

Bürgermeister Honnigfort und Bernd-Carsten Hiebing dankten dem Verein für sein Engagement: „Der Funke ist bereits übergesprungen“, sagte der Bürgermeister. „Wir sind sicher, dass das funktionieren wird.“ Weitere Unterstützung kam von Ortsvorsteherin Maria König: Sie brachte einen Karton voller Knabbersachen „für das neue Vereinswohnzimmer mit“. Arnold Terborg, selbst hauptberuflich für die Stadt Meppen mit Kulturarbeit betraut, bot inhaltliche Hilfe an.

Und finanzielle Hilfe brachten die Vertreter der „Harske Runde“ mit. Dieser Kreis Harener Bürger spendet regelmäßig für kulturelle Zwecke und brachte 1000 Euro mit.


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