KomA-Team zu Gast in Haren Projekttage zum kontrollierten Umgang mit dem Alkohol

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Das KomA-Team hat die Neuntklässler der Martinus-Oberschule Haren über die Volksdroge Alkohol informiert. Foto: OberschuleDas KomA-Team hat die Neuntklässler der Martinus-Oberschule Haren über die Volksdroge Alkohol informiert. Foto: Oberschule

Haren. Das KomA-Team hat die Neuntklässler der Martinus-Oberschule Haren über die Volksdroge Alkohol informiert.

Bereits 2006 war das Präventionsprojekt KomA ins Leben gerufen worden, um Jugendliche über Alkohol zu informieren und ihnen den verantwortungsvollen Umgang damit näher zu bringen, ohne ihnen aber das Trinken generell zu verbieten. KomA steht dabei für „Kontrollierter Umgang mit Alkohol“.

In dem Programm des Landkreises Emsland arbeiten mehrere Kooperationspartner zusammen. So ist ein Projekt der kommunalen und katholischen Jugendarbeit und den Fachambulanzen Sucht im Landkreis Emsland entstanden, das Schülern den bewussten Umgang mit Alkohol vermittelt und Lösungsmöglichkeiten bei Problemen aufzeigt.

An der Martinus-Oberschule Haren werden einer Pressemitteilung zufolge seit Jahren regelmäßig Präventionsprojekte zum Thema „Umgang mit Alkohol“ durchgeführt, um die Schüler zur kritischen Auseinandersetzung zu animieren, aber auch um aufzuklären und zu sensibilisieren.

Vor allem im Emsland begännen die jungen Menschen bereits in jüngeren Jahren damit, Mischgetränke wie Korn mit Cola oder Weinbrand mit Cola zu trinken, heißt es von der Schule. Auch wenn es Heranwachsenden laut Gesetz untersagt sei, sei dieser Trend nur schwer zu stoppen.

Das Projekt gebe den Heranwachsenden einen Raum, in dem sie ehrlich unverblümt von ihren Erfahrungen mit Alkohol berichten, ihre Erlebnisse austauschen und Fragen stellen könnten. Kommunikation sei hier alles, Grundlage des Projektes bildeten Gespräche.

„Nicht so cool“

Die Schüler testen am ersten Tag ihr Wissen über Alkohol in einem Quiz. Hier erfahren sie, wie viel Alkohol wirklich in den Getränken ist und erarbeiten anhand von Fallbeispielen, welcher Umgang mit Alkohol angemessen und welcher unangebracht ist. Zudem werden Party-Szenen mit „Promillebrillen“ initiiert, bei denen deutlich wird, dass nüchterne Partygäste Betrunkene längst nicht so „cool“ finden, wie es sich diese erhoffen. „Man selbst findet sich total lustig in so einer Situation. Aber eigentlich ist man nur peinlich“, sagte eine Schülerin der Projektgruppe der Harener Oberschule. „Ich bin auch geschockt darüber, wie viel Alkohol sich im Blut nach nur ein paar Flaschen Bier befindet“.

Nach sechs Wochen gibt es ein Nachtreffen. Die Teilnehmer sollen berichten, was von den Projektinhalten hängen geblieben ist. Sie berichten, ob sie den einen oder anderen Tipp umgesetzt haben. Zusätzlich wird den Jugendlichen der richtige Umgang mit Betrunkenen gezeigt. Die Schüler erfahren, wie sie dem angetrunkenen Freund helfen oder zur Not auch in die stabile Seitenlage bringen können. Das Projekt schult so nicht nur den Blick auf das eigene Konsumverhalten, sondern zeigt den jungen Menschen auch Wege, um in Notfällen richtig zu agieren.


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