Spatenstich für Millionenprojekt Haren-Rütenbrock erhält neues Grundschulgebäude


Haren. Die Stadt Haren lässt im Ortsteil Rütenbrock eine neue Schule errichten. Seit vier Wochen wird gebaut, jetzt erfolgte der offizielle symbolische erste Spatenstich. Mit dabei waren viele der mehr als 300 Schüler von Ober- und Grundschule.

Ein Neubau mit zwei Geschossen soll nach der Fertigstellung in etwa einem Jahr sechs Klassen einen Raum bieten. Dann werden die derzeit 83 Kinder aus den sechs Klassen der Grundschule Maximilianschule in den Neubau umziehen und dafür ihr altes Zuhause verlassen und an der Schulstraße ein gemeinsames kleines Schulzentrum mit der Maximilian-Oberschule bilden. Bislang werden die Kinder der Grundschule in einem eigenen Gebäude an der Rütenbrocker Hauptstraße unterrichtet und damit einige Hundert Meter entfernt von der Oberschule.

Der Stadtrat hatte auf Vorschlag der Verwaltung 2017 beschlossen, rund zwei Millionen Euro für einen Neubau samt Inventar und neuem Schulhof auszugeben und dafür Fördermittel der Kreisschulbaukasse zu beantragen. Hauptargument: Die jüngere Teil des aktuellen Grundschulgebäudes stammt aus den 1970er Jahren, auch die alte Volksschule, die noch älter ist, wird noch genutzt. Die Sanitäranlagen sind dringend erneuerungsbedürftig und eine Sanierung der Schule nach heutigen Energiestandards wäre teurer gewesen als ein Neubau.

Vier Wochen im Bau

Deshalb also sind nach einiger Vorbereitungszeit die Baumaschinen angerückt, haben den Platz vor der Oberschule vorbereitet und das Bauunternehmen Wösten könnte auf Grundlage der Planungen des Architekturbüros Michael Becker mit den Bauarbeiten beginnen. Den offiziellen Spatenstich nahmen am Mittwoch ausnahmsweise nicht die Vertreter der Verwaltung, der Schule oder der Unternehmen alleine vor, sondern vor allem die Kinder der Grundschule und die Schulsprecher der Oberschule.

In einer kurzen Ansprache versprach Harens Bürgermeister Markus Honnigfort im Beisein von Mitarbeitern des Bauunternehmens, von Bauleiter Gerhard Tholen, Stadtbaurat Henrik Brinker, der Stadtratsabgeordneten Carina Seelhorst und von Schulleiterin Hildegard Brinker den Kindern genügend Platz für alle, helle Klassenräume und einen komplett umgestalteten neuen Schulhof. Er verwies auf enorme Energieeinsparungen beim Betrieb der Schule in den kommenden Jahren. So verbrauche die alte Schule bisher rund 550 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr, das neue, in Passivhausbauweise errichtete Gebäude dagegen nur 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Energiesparend

Bestehendes und neues Schulgebäude werden so miteinander verbunden, dass die Räume schulformübergreifend genutzt werden können. Barrierefreiheit sei selbstverständlich, das Konzept auf eine eineinhalbzügige Grundschule ausgelegt. Vier neue Räume bieten platz für jeweils 26 Schüler, zwei weitere Platz für je 16 Kinder. Vorgesehen sind auch ein Betreuungsraum, ein Technikraum sowie ein Lehrmittel- und Multifunktionsraum.

Schulleiterin Hildegard Brinker dankte im Namen des Kollegiums und der Schüler für den Neubau. Er werde dem Schulmotto „Gemeinsam wachsen“ hervorragend gerecht und das Lernklima entscheiden verbessern. Die Kinder dankten mit einem munteren Lied.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN