Von Volksmusik bis Hardrock Tinner Jäger beweisen ihre musikalische Klasse

Von Heiner Harnack

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Haren. Nach ihrer im Frühjahr professionell aufgenommenen CD haben die Tinner Jäger in der Schützenhalle Tinnen eine weitere Kostporbe ihres Könnens folgen lassen. Vor 180 Zuhörern schaffte es das Orchester gleich zu Beginn des Konzerts, gute Laune im Saal schwappen zu verbreiten.

Fans waren nicht nur aus dem Harener Ortsteil gekommen. Die Jäger haben ihre Unterstützer in Meppen, im Norden des Landkreises und selbst in Osnabrück sitzen. Und die eingefleischten Anhänger der Musik, die in vielen Bereichen an den unvergessenen Ernst Mosch erinnert, hatten sich in zünftiger Kluft in die Schützenhalle aufgemacht. Übrigens spielt das 30-köpfige Orchester nach Originalnoten, die es aus dem Ernst Mosch-Verlag bekommt.

Pop und Rock

Kein Wunder also, dass man relativ dicht am Original musiziert. Flügelhorn-Spieler Simon Möhlenkamp erklärte kurz vor Konzertbeginn, dass man neben dem Egerländer-Stil mit vielen Evergreens auch Pop und Rock abliefere, da der Geschmack des Publikums sich im Laufe von Jahrzehnten doch ein wenig verändere.

Nenas 99 Luftballons

So folgte neben den 99 Luftballons, die Nena im Jahre 1983 einen weltweiten Hit bescherten, auch Walking on sunshine, mit dem Katrina and the Waves 1985 die Charts stürmten. Immer noch unvergessen Udo Jürgens, dem das Orchester auch einen großen Teppich ausrollte. Jürgens, der im Dezember 2014 im Alter von 80 Jahren plötzlich verstorben war, galt über Jahrzehnte als einer der einflussreichsten Komponisten des deutschen Pop.

Songs von Helene

Dass die Bigband sich auch traut, Lieder der Toten Hosen zu spielen, zeigt nur zu deutlich, welches Repertoire und Format die einzelnen Musikanten haben. Auch die Kleinsten, die zu Konzertbeginn schon längst zu hause träumten, hätten bei der Gummibärenbande sicherlich kräftig mitgerockt. Natürlich durfte Deutschlands Popkönigin Helene Fischer nicht fehlen. Vielleicht sollte sie einmal hinein hören und feststellen, dass die Tinner Jäger für den einen oder anderen Gig ein fabelhaftes Begleitorchester wären. Und es müssen ja nicht immer riesige Hallen mit vielen Tausend Besuchern sein.

Gelungener Abend

Dirigent Florian Gerdes, der das Orchester bereits seit einem Jahrzehnt leitet, hatte keinerlei Schwierigkeiten, die Musik an die Frau und den Mann zu bringen. So genoss das Publikum einen musikalisch rundum gelungenen Abend, der einmal mehr zeigte, dass die Tinner Jäger im Emsland und darüber hinaus zu den besten Bigbands zählen.


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