Brunnenrohwasser für Papierherstellung Hölscher Wasserbau Haren mit innovativem Ansatz

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Die Firma Hölscher Wasserbau aus Haren hat ein neues Einsatzgebiet für die Wasseraufbereitung erschlossen. Das Bild zeigt die Grundwasserreinigungsanlage.  Foto: Hölscher WasserbauDie Firma Hölscher Wasserbau aus Haren hat ein neues Einsatzgebiet für die Wasseraufbereitung erschlossen. Das Bild zeigt die Grundwasserreinigungsanlage. Foto: Hölscher Wasserbau

Haren. Die Firma Hölscher Wasserbau aus Haren hat ein neues Einsatzgebiet für die Wasseraufbereitung erschlossen: Zusammen mit dem Papierwerk Klingele aus Weener macht das Unternehmen Brunnenrohwasser für die Papierherstellung nutzbar.

Laut Hersteller werden bei der Papierproduktion große Mengen an Wasser benötigt. Um dieses Wasser ressourcenschonend zu gewinnen, wurde die Firma Hölscher Wasserbau gebeten das Wasser aus dem werkseigenen Tiefbrunnen der Klingele Papierwerke auf die physikalischen sowie chemischen Werte, die für die Papierherstellung benötigt werden, aufzureinigen.

„Wir wissen, dass die Ressource Trinkwasser der Industrie nicht länger unbegrenzt zur Verfügung steht“, erläutert Projektleiter Josef Teiken von Hölscher Wasserbau. „Deswegen gehen wir jetzt mit Klingele diesen innovativen Schritt und reinigen das Brunnenrohwasser so weit auf, dass es für die Papierproduktion eingesetzt werden kann. Diesen Anwendungsfall hatten wir so bislang noch nicht“

Für die Herstellung von Papier muss das Wasser eine hohe Qualität aufweisen. Das Grundwasser im Bereich der norddeutschen Tiefebene weist allerdings häufig Belastungen durch beispielsweise Eisen, Huminstoffe und organische Kohlenstoffe auf.

Adsorption und UV-Entkeimung

Dass die Reinigung des Wassers nicht ganz trivial ist, zeigt die Vorabentwicklung dreier neuer Aufbereitungsmethoden der Firma Hölscher Wasserbau sowie die mehrstufige Reinigungsanlage, welche auf verschiedenen Techniken wie Fällung, Sedimentation, Schnellfiltration und weiteren Techniken wie Adsorption und UV-Entkeimung basiert.

Die Planungen der Reinigungsanlage begannen bereits im Herbst 2017. Durch die Zusammenarbeit der Klingele Papierwerke und dem Geschäftsbereich Umwelttechnik von Hölscher Wasserbau konnte im Juli 2018 die Inbetriebnahme der Grundwasserreinigungsanlage erfolgen. „Die Ergebnisse, die wir sehen, sprechen für sich. Wir unterschreiten den Grenzwert für Eisen sehr deutlich und erreichen für diesen Parameter sogar Trinkwasserqualität“, freut sich Paulo Schmitz, Bauleiter bei dem Projekt und promovierter Experte im Bereich der Chemie.


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