Lena Kiepe neue Püntkerkönigin Harener Pünte Tage begeistern Besuchermassen

Von Gert Mecklenborg

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Lena die Erste ist zur neuen Harener Püntker-Königin gekrönt worden. Fotos: Gerd MecklenborgLena die Erste ist zur neuen Harener Püntker-Königin gekrönt worden. Fotos: Gerd Mecklenborg

Haren. Viele tausend Besucher aus dem Emsland und den benachbarten Niederlanden haben die Harener Pünte Tage erlebt. Am Sonntag wurde Lena Kiepe zur neuen Püntkerkönigin gekürt.

Seit 2006 finden die Pünte Tage in Haren alle drei Jahre immer am dritten Septemberwochenende statt.  Am Samstag und am Sonntag drehte sich alles um die Harener Schifffahrt und ihre Geschichte. Die neu gestalteten Emswiesen zwischen Schleusenstraße und Alter Hafen verwandelten sich in eine maritime Festmeile, die zum Bummeln, Mitmachen und Genießen einlud und  an die Ursprünge der Schifferstadt erinnerte. Die Pünte Tage gehören zu den Großereignissen in der gesamten Region. 

Der Püntker mit seinem Akkordeon durfte natürlich nicht fehlen. Fotos: Gerd Mecklenborg


Die Stadt Haren (Ems) präsentierte ihren Besuchern an den zwei maritimen Tagen ein vielfältiges Programm mit tollen Aktionen und zahlreichen Events, bestehend aus einer bunten Mischung aus Tradition - rund um die Schifffahrt - und aus Sport, Spiel und viel Musik. 

Überall ankerten historische Schiffe. Fotos: Gerd Mecklenborg



Die beiden Pünten, die Spitzpünte „Helene“ und die „Haren 1“, aber auch andere historische Schiffe ankerten an ihren Ehrenplatz in der Ems an der Emsbrücke. Echte „Harske Schipper“ boten Führungen an und erklärten den maritimen Fans die Besonderheiten der Schiffe und was es mit den spannenden Exponaten im Bauch etwa des Museumschiffes „Thea-Angela“ so auf sich hat. 

Buntes Treiben herrschte entlang der neugestalteten Emswiesen. Fotos: Gerd Mecklenborg



Brautpaare nutzen das maritime Festival, um sich auf dem historischen Brasiliensegler „Helene“ das Ja-Wort zu geben. Einen Rekord konnten die Veranstalter bei den Schaustellern, Vereinen, Gruppierungen und Verbänden verzeichnen, die ihre Buden, Stände und kleinen Mitmach-Arenen aufgebaut hatten. 


Buntes Treiben herrschte entlang der neugestalteten Emswiesen. Fotos: Gerd Mecklenborg


Wie ein roter Faden zog sich die Geschichte der Harener Pünten durch das Fest, denn viele Jahrzehnte befuhren hölzerne Pünten aus Haren die Flüsse Ems und Hase und die Kanäle des emsländischen Hinterlandes. Als verlängerter Arm der Seeschifffahrt transportierten sie Handelsgüter von den Seehäfen ins Binnenland. Später beförderten sie Torf aus den Fehnkolonien oder wurden beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals eingesetzt. Erst 1958 quittierte die letzte Harener Holzpünte ihren Dienst.


„Extrabreit“ rockte das Püntetage-Open-Air. Fotos: Gerd Mecklenborg


Ein Highlight war der Auftritt von „Extrabreit“ am Samstagabend. Vor drei Jahren lockten Torfrock tausende Besucher zum Open-Air-Konzert der Pünte Tage an die Emswiesen. Jetzt war es die Kultband Extrabreit, die Haren rockte. Das Orga-Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, „authentische Original-Bands für die Pünte-Tage zu verpflichten, auch wenn die nicht jeden Musikgeschmack abdecken können“, sagten Bürgermeister Markus Honnigfort und Dieter Pohlmann. Extrabreit zeigten sich in Haren von ihrer rockig, punkigen Seite, hatten aber auch alle großen Hits aus ihrer Glanzzeit, der sogenannten Neuen Deutschen Welle, auf der Setlist stehen. Natürlich ließen die Extrabreiten auch in Haren „rote Rosen regnen“, forderten den „Flieger auf, die Sonne zu grüßen“ und brachten in der Zugabe ihren Mega-Hit „Hurra, hurra die Schule brennt“.

Etwas stockend und mit einigen Fehlzündungen lief das Feuerwerk nach dem Konzert der Extrabreiten ab, gleichwohl genossen die Besucherscharen den bunt erleuchteten Himmel über der Ems.

Die Kids hatten Spaß mit Piraten. Fotos: Gerd Mecklenborg


Auch am Sonntag ließ es sich wieder gemütlich entlang der Marktstände bummeln, altes Handwerk bestaunen und an den vielen Verkaufsständen ein bisschen herrumfeilschen. Es wurden traditionelle Gerichte angeboten und überall trafen „Landratten“ auf echte Schipper.


Viele Besucher zog es nach Haren. Fotos: Gerd Mecklenborg


 Auch für jüngere Besucher war der Spaß auf den Emswiesen vorprogrammiert. Unter dem Motto „Kapern und Entern“ wurden spannende Spielattraktionen auf der Festmeile veranstaltet. So sorgten der Aktionsparcour für angehende Piraten, Riesenwasserbälle oder das Piratenschiff „Feuerdrachen“ für Spaß und Spannung.

Spannende Rennen lieferten sich die Drachenbootteams. Fotos: Gerd Mecklenborg


Und dann gab es natürlich die zwei Highlights des Sonntags, das legendäre Drachenbootrennen und die Krönung der neuen Püntkerkönigin. Gekrönt wurde Lena die Erste, die damit die Nachfolge von Marilies Menke antritt. Von pompöser Musik begleitet, schritt die neue Püntker-Königin durch das Spalier der Tänzerinnen des Harener Tanzbogens bis hin zur Open-Air Bühne, wo ihr im Rahmen der Pünte Tage die Krone und das Zepter aus den Händen von Uli Schepers, dem Vorsitzenden des Harener Heimatvereins, überreicht wurden. Lena Kiepe stammt aus einer alten Harener Schifferfamilie.

Und die Maus war auch in Haren dabei. Fotos: Gerd Mecklenborg.














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