Gleichstellungsbeauftragte in Haren Mehr Frauen für die emsländische Politik

Von PM, 12.09.2018, 09:44 Uhr
Die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises und Bürgermeister Markus Honnigfort setzen sich für mehr Frauen in der Kommunalpolitik ein. Foto: Stadt Haren

Haren. In Haren hat die Arbeitstagung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Emsland stattgefunden. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass sich mehr Frauen aktiv in der Kommunalpolitik engagieren.

Die Harener Gleichstellungsbeauftragte Annegret Schepers und Marlies Kohne, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Emsland begrüßten die 13 Frauen. Zum Auftakt des Treffens ließ es sich Bürgermeister Markus Honnigfort nicht nehmen, die geschichtliche und wirtschaftliche Entwicklung der Kommune zu skizzieren. Im Fokus seines Berichtes stand die touristische Ausrichtung der Stadt, die mit fast einer Million Übernachtungen pro Jahr einer der beliebtesten Urlaubsorte in Niedersachsen ist. Derzeit bewerbe sich Haren mit der Frauenpersönlichkeit „Schwester Kunigunde“ um Aufnahme in die Initiative „frauenORTE Niedersachsen“.

Schwester Kunigunde

Ziel der Initiative sei es, an das Leben und Wirken von bedeutenden Frauenpersönlichkeiten in Niedersachsen zu erinnern und hierfür neue touristische Wege zu beschreiten. „Wir hoffen auf eine positive Nachricht aus Hannover“, so Annegret Schepers, die die Federführung über das Projekt innehat. Für sie fügt sich Schwester Kunigunde hervorragend in die Riege bereits ausgewählter Frauenpersönlichkeiten ein. „Schwester Kunigunde war eine sehr couragierte Frau und widersprach in vielerlei Hinsicht dem gängigen Klischee einer gehorsamen Ordensfrau“, so Schepers.

Wahlrecht für Frauen

Ein weiteres Thema der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten war die Organisation einer gemeinsamen Veranstaltung zum 100. Jahrestages der Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen in Deutschland. Im Theater Meppen wird es am 15. November eine kostenlose Jahrhundertrevue zur Geschichte der Frauenbewegung geben. Im Anschluss an das Programm des Duos „GenerationenKomplott“ schließt sich eine Gesprächsrunde mit emsländischen Politikerinnen an. Darüber hinaus wird im Oktober im Meppener Kreishaus eine Ausstellung zum Thema „Frauenwahlrecht“ des Frauenmuseums Bonn präsentiert.

Frauen in die Politik

In diesem Kontext begrüßten alle Frauen die Fortsetzung des Mentoring-Programms für potenzielle Kommunalpolitikerinnen ab Frühjahr 2019 durch das Land. Während das Mentoring Programm das notwendige Rüstzeug für den Start in die Politik darstelle, leisten unterschiedliche Angebote für das Netzwerk emsländischer Politikerinnen flankierende Hilfen für politisch bereits aktive Frauen. Man hoffe, so das einhellige Echo aller Gleichstellungsbeauftragten, dass die Angebote dazu beitragen, die Präsenz von Frauen in den Kommunalparlamenten des Emslands auszubauen.

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