Jurybereisung am Mersbach Harener Angler für Umweltpreis nominiert

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Die Expertenjury des Wettbewerbs "Bach im Fluss" mit Hermann Klass und Simon Ucherek vom Sportangelverein Haren. Foto: Tobias BöckermannDie Expertenjury des Wettbewerbs "Bach im Fluss" mit Hermann Klass und Simon Ucherek vom Sportangelverein Haren. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Der Sportangelverein Haren ist aktiv für den Artenschutz. Nun könnten die Emsländer beim niedersachsenweiten Wettbewerb „Bach im Fluss“ ganz vorne landen.

Der Wettbewerb wird seit 2010 regelmäßig vom Land Niedersachsen gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindebund, der Landkreistag und dem Städtetag durchgeführt. Er soll die Faszination und das Verständnis für den Lebensraum Fließgewässer mit seinen seltenen Pflanzen und Tieren erhöhen.

Eine Faszination, die die Angler vom SAV Haren teilen. Deshalb hatten sie im Winter 2016/2017 auf einem von der Stadt Haren zur Verfügung gestellten Grundstück ein neues Laichgewässer für Fische und Amphibien ausbaggern lassen. 1500 Quadratmeter groß, 20.000 Euro teuer und mit Kontakt zum Mersbach, der auf seinem Weg nach Dankern an der bisher als Wiese genutzten Fläche zwischen der Mersmühle und Landegge vorbeifließt.


Eine Tafel informiert Interessierte über das Mersbach-Projekt. Foto: Tobias Böckermann


Das neue Gewässer ist inzwischen sehr gut eingewachsen und lässt nicht mehr erahnen, dass es erst vor gut eineinhalb Jahren künstlich entstanden war. Der Vorsitzende des SAV, Hermann Klaas, und sein Stellvertreter Simon Ucherek hatten das Projekt beim Wettbewerb um die „Bachperle 2018“ ins rennen geschickt. Die Jury hatte den Mersbach dann als eines von 12 Projekten aus 22 Wettbewerbsvorschlägen für eine Bereisung ausgewählt.

Expertenjury

Am Donnerstagmorgen begutachteten sieben Experten aus ganz Niedersachsen nun das Ergebnis. Im Rahmen einer dreitägigen Rundreise wählen sie in zwei Kategorien jeweils drei Preisträger aus, die im Oktober dann zur Preisverleihung nach Hannover eingeladen werden.

Ob die Harener dabei sind, wissen sie deshalb noch nicht. „Aber wir sind schon mal froh, nominiert zu sein und wir sind froh über das Ergebnis unserer Bemühungen“, sagte Simon Ucherek am Rande der Jurybegehung. Denn in kürzester Zeit haben sich zahlreiche Tier- und Pflanzenarten im neuen Gewässer eingefunden – vom Biber bis zu Eisvogel. Im Sommer erfüllte das Gewässer seinen Zweck als Brutstätte verschiedener Fischarten und hier hat sich der SAV Haren auch an einem Wiederansiedelungsprojekt für die Quappe, einen inzwischen höchst seltenen Fisch, beteiligt.



Biber und Eisvogel waren schon da. Foto: Tobias Böckermann


2016 war das Fleckenbach-Projekt in Emsbüren mit einem Sonderpreis des Wettbewerbs ausgezeichnet worden, die Melstruper Beeke bei Lathen erhielt einen zweiten Preis in der Kategorie Hauptamt. Die Harener sind 2018 in der Kategorie Ehrenamt, ebenso der SFV Salzbergen für ein ähnliches Projekt.


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