Projekt startet Ende September Harens "Blaue Donau" wird zum Kulturschiff

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Freuen sich auf die ersten Veranstaltungen auf dem Kulturschiff "Blaue Donau": Julian Geering und Heiner Schnelte. Foto: Tobias BöckermannFreuen sich auf die ersten Veranstaltungen auf dem Kulturschiff "Blaue Donau": Julian Geering und Heiner Schnelte. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Die „Blaue Donau“ in Haren wird zum Kulturschiff.

Der Verein Klangkultur Emsland ist dabei, das 18 Jahre alte ehemalige Restaurantschiff als Vereinsheim und schwimmende Kulturstätte herzurichten.

Der Verein war 2013 in Haren gegründet worden mit dem Ziel, die Kulturlandschaft des Emslandes nicht nur mit Musikveranstaltungen zu ergänzen und zu bereichern. Zu den bekanntesten Formaten des rund 65 Mitglieder zählenden gemeinnützigen Vereins zählen das in diesem Jahr pausierende Neon Fields Festival an der Mersmühle, die Wohnzimmerkonzerte zu Weihnachten oder das „Klangnest“.  

Um zusätzlich auch kleineren Veranstaltungen einen passenden Rahmen zu geben sowie dem Vereinsleben einen Treffpunkt und Denkort, waren Julian Geering, Heiner Schnelte und Lukas Deuling vom Vorstand gemeinsam mit den Beisitzern Kathrin Nehus, Karoline Heller und Anna Menke seit einiger Zeit auf der Suche nach einer passenden Unterkunft. Und genau die hat der Verein nun gefunden – am alten Emsarm „Blaue Donau“ in Raken, der auch dem dort am Ufer liegenden ehemaligen Restaurantschiff seinen Namen gab.

Nicht mehr genutzt

Das Schiff hatte seit einiger Zeit keinen Nutzer mehr gehabt und wird nun als lokale Kulturstätte neu belebt. Denn der Verein Klangkultur konnte das Schiff von den Besitzerinnen Anfang Juli pachten und darf es zu eigenen Zwecken umgestalten. Eine Anschubfinanzierung von der Stadt Haren und dem Landkreis Emsland in Höhe von jeweils 3000 Euro sicherte den Beginn. Denn die Ausstattung des Schiffes ist mit kleiner Küche und reichlich Inventar für Veranstaltungen zwar ideal, aber ein wenig in die Jahre gekommen. Alles wird neu gestrichen, die Möblierung geändert, eine Bühne gebaut.


Unter Deck laufen noch die Arbeiten. Foto: Tobias Böckermann


„Wir sind gerade mit Feuereifer dabei“, berichten Julian Geering und Heiner Schnelte und zeigen den acht mal sieben Meter messenden Hauptraum unter Deck, der vor allem in der kalten Jahreszeit Schauplatz sein soll für kleine Konzerte ebenso wie für Singer-Songwriter-Abende, Lesungen und Buchvorstellungen, Ausstellungen, Spieleabende oder Poetry-Slams. Im Sommer bietet sich das Oberdeck als Bühne unter freiem Himmel an. Dabei soll das geplante Kulturschiff nicht in Konkurrenz mit bestehenden Lokalen und Objekten treten, sondern vielmehr den Mangel an kleineren Veranstaltungsorten im mittleren Emsland beheben helfen.

Offenes Programm

„Wir sind sehr offen was das Programm angeht“, sagt Julian Geering. Die Mitglieder des Vereins könnten und sollten sich mit Ideen einbringen was den zukünftigen Spielplan angehe. Sicher sei: „Eine Partybude wird das Schiff nicht sein und auch kein Restaurant.“ Sondern ein Ort der kulturellen Vielfalt und ein Ort, an dem sich die Vereinsmitglieder regelmäßig zum Gedankenaustausch treffen könnten. Eine Art Experimentierraum auf dem Wasser.

Bis das äußere Erscheinungsbild den Wünschen der Klangkulturisten entspricht, ist noch eine Menge Arbeit zu erledigen. Ehrenamtlich, versteht sich. Und deshalb hoffen Geering und Schnelte, dass Ende September alles fertig ist und wie geplant die Eröffnung mit einem ersten Tag der Kultur auf dem Wasser über die Bühne gehen kann.

Dass von da an ein im Emsland einzigartiger Ort der Begegnung und Kultur entsteht, da sind die Harener guter Dinge. Das „Kulturschiff Blaue Donau“ soll dann Fahrt aufnehmen – zumindest im übertragenen Sinne.


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