Weinprinzessin „verschnupft“ Püntker-Königin eröffnet Harener Winzerfest

Von Gerd Mecklenborg


Haren. Am Freitagabend ist das dreitägige Winzerfest in Haren an der Mersmühle eröffnet worden. Den Startschuss für das Fest „feuerte“Harens Püntker-Königin Marilies Menke ab, und nicht – wie angekündigt – die deutsche Weinprinzessin Laura Lahm.

Seit dem ersten Winzerfest in Haren stößt die jeweils amtierende deutsche Weinprinzessin mit Harens Bürgermeister Markus Honnigfort und Uli Schepers, dem Vorsitzenden des Harener Heimatvereins, mit einem Schoppen des Rebensafts an und eröffnet damit das Traditionsfest. Nach eigenen Angabe war Laura Lahm am Freitagmorgen „mit einem heftigen Schnupfen“ aufgewacht und habe so die Reise in die Schifferstadt nicht antreten können, erklärte Schepers den wartenden Besuchern. „Die Prinzessin wird heute allerdings von einer Königin vertreten, das ist doch auch was“, lächelte Schepers.

Charmant und mit Humor

Und Marilies die Erste ihres Amtes, machte ihre Sache sehr charmant und mit viel Humor richtig gut, „obschon ich ein bisschen aufgeregt war, da ich gar keine Weinkennerin bin“, gestand sie nach dem Auftritt auf der Konzertbühne. Zum Trio hatte sich auch der Winzer Jürgen Emrich mit aufs Podium gestellt, um im witzigen Interview „Fachfragen zum köstlichen Rebensaft beantworten zu können, wenn die Laura schon nicht da ist“, schmunzelte der Winzer aus dem Anbaugebiet Rheinhessen.

So erfuhren die emsländischen Weinfreunde aus Fachmanns Munde, „dass der 2018er zwar ein besonderer Jahrgang werden wird, und die Hitze verspricht einen hervorragenden Rotwein“. Allerdings stimme es nicht -wie fälschlicherweise publiziert- dass vielerorts bereits geerntet werde. „

Beim Stichwort Winzerfest denkt man gern an Rhein, Mosel oder Ahr, an die Weingegenden in Frankreich oder in Italien, an Weinberge und fleißige Weinbauern. „Dass man auch in nördlichen Gefilden ein zünftiges Winzerfest feiern kann, beweist seit Jahren der Heimatverein Haren“, lobte Emrich, der seine Winzerkollegen Reinhard Schmitt-Peitz (Weinanbaugebiet Nahe), die Vertreter des Weinhauses Uhl (Rheinhessen) und des Weingutes Fleck-Reich (nördliches Rheinhessen) mit nach Haren gebracht hatte. So kamen die emsländischen Weinfreunde bei einem bunten Rahmenprogramm mit viel Livemusik und Showeinlagen auch in diesem Jahr wieder voll auf ihre Kosten.


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