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143 Einsätze im Jahr 2014 Lob, Dank und Geld für die Harener Feuerwehren

Von Tobias Böckermann | 18.02.2015, 18:15 Uhr

Die Feuerwehren Haren und Rütenbrock haben 2014 insgesamt 143 Einsätze zum Schutz der Bevölkerung absolviert und dabei 4400 Einsatzstunden geleistet. Für den Ausschuss für Wirtschaft und Ordnung war es deshalb keine Frage, Neuanschaffungen für insgesamt 28350 Euro zu genehmigen.

Ausschussvorsitzende Karla Schmidt und Harens Erster Stadtrat Dieter Sturm dankten den freiwilligen Helfern in der Sitzung für ihren unermüdlichen Einsatz . Zuvor hatte sich der Ausschuss von Ortsbrandmeister Gerhard Nyenhuis und seinem Stellvertreter Martin Lübbers das Feuerwehrhaus samt Fahrzeugen und Ausstattung zeigen lassen.

Neu angeschafft werden soll in Haren ein Chemikalienschutzanzug, ein Hebekissen und sonstige Ausrüstungsgegenstände für insgesamt 15500 Euro. In Rütenbrock steht die Anschaffung eines Nass- und Trockensaugers, einer Fasspumpe eines Überlebensanzuges, von Handlampen und Sonstigem für 12850 Euro an.

Die Jugendfeuerwehrwarte aus Rütenbrock und Haren stellten dem Ausschuss die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr vor. Dabei geht es darum, die Grundlagen für den aktiven Dienst zu legen, aber auch um Spaß, sportliche Aktivität und sozialen Einsatz.

Dass diese Arbeit erfolgreich ist, zeigte sich am Anteil ehemaliger Mitglieder der Jugendfeuerwehr an der Einsatzabteilung ab 16 Jahren: In Rütenbrock kommen 57 Prozent der Kameradinnen und Kameraden aus der Jugendfeuerwehr, in Haren 48 Prozent. Die Feuerwehr Haren wirbt aber nicht nur mit aktiver Jugendarbeit, sondern auch multimedial im Internet um neue Mitstreiter. Ein sehenswertes Video ist bereits mehr als 12000-mal angesehen worden.

Friedhofssatzuung

Die Stadt Haren will ihre Friedhofssatzung ändern. Betroffen von der Neuregelung sind die Friedhöfe am Ostereschweg, in Tinnen und der städtische Teil des Gräberfeldes in Rütenbrock.

Hauptanlass für die geplante Änderung war eine Neuregelung für die Rasengräber. Erster Stadtrat Dieter Sturm erläuterte, die 2008 eingeführten Rasengräber bereiteten in der Pflege zunehmend Probleme, weil Angehörige sie mit Grabschmuck jeglicher Art ausstatteten. „Das ist aber aus gutem Grund nicht erlaubt“, sagte Sturm. Die Pflege der Rasengräber sei nur dann kostengünstig möglich, wenn sie in den Monatenmit Rasenwachstum maschinell gemäht werden könnten. Für Gestecke und Blumen gebe es einen zentralen Aufstellort am Rande des Gräberfeldes.

Das arbeitsintensive Abräumen der einzelnen Gräber sei dem Werkhof nicht möglich, es sei denn, man erhöhe die Gebühren für die Nutzung der Rasengräber. Deshalb schlage die Stadtverwaltung vor, Gräber, auf denen Grabschmuck stehe, von März bis Oktober nicht mehr durch den Werkhof pflegen zu lassen. „Wir setzen darauf, dass die Angehörigen dann eventuell selbst tätig werden oder den Grabschmuck doch an der zentralen Gedenkplatte aufstellen.“

Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss für Wirtschaft und Ordnung ebenso wie der Vorgabe, das Gräber nur zu 50 Prozent abgedeckt werden dürfen. So soll der Entstehung von Wachsleichen entgegengewirkt werden.

Rat muss entscheiden

Nicht folgen wollte der Ausschuss mehrheitlich dem Vorschlag, die Nutzung von Fahrrädern und das Mitführen von Hunden an kurzer Leine zu erlauben. Die SPD sah hier Beratungsbedarf, die CDU stimmte mehrheitlich, aber nicht einstimmig dagegen. Hedwig Held sah vor allem Sicherheit (Radfahrer) und Sauberkeit (Hundehaufen) gefährdet. Der Stadtrat muss abschließend entscheiden.

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